Mystery-Shopping – fehlt nicht oft das Wichtigste?

Vertriebsthemen aus dem Blog von Prof. Dr. Christian Zich:Die genaue Zielsetzung vieler professioneller Mystery-Shopping-Ansätze ist mir ehrlich gesagt unklar, denn – wie bereits im letzten Artikel thematisiert – ist der individuelle Spielraum bei der Bewertung der Performance eines Verkäufers so gross, dass ein und dasselbe Gespräch von dem einen sehr positiv, von einem anderen dagegen negativ beurteilt werden kann. Wenn ich so etwas sehe, dann erhöht sich nicht nur mein Forscher-Adrenalinpegel ganz drastisch, auch die praktische Aussagefähigkeit eines solch ungenauen Ansatzes ist meiner Meinung nach sehr fraglich. Im Verlaufe meiner verschiedenen Mystery-Shopping-Projekte habe ich mich daher sukzessive an einen aussagefähigen Ansatz heran gearbeitet, der mit einem Weiterlesen

Was bringt Mystery Shopping?

Vertriebsthemen aus dem Blog von Prof. Dr. Christian Zich:Seit 2008 beschäftige ich mich intensiv mit Mystery Shopping, denn Testkäufe sind eine ausgesprochen spannende Geschichte, sowohl aus der Perspektive des Praktikers als auch aus der Perspektive des Marktforschers. Fangen wir doch mit letzterer einmal an. Als ich im Jahre 2008 meine ersten Testkäufe im Automobilhandel durchgeführt habe, wollte ich herausfinden, welche Verkaufskompetenz die Autohändler mitbringen. Um mich auf diese Aufgabe optimal vorzubereiten und um selbstverständlich einen standardisierten Bewertungsbogen zu entwickeln, vergrub ich mich intensiv in meine ganzen Unterlagen zum Thema Verkaufsgespräche, Verhandlungstechniken und Gesprächsführung. Zudem integrierte ich noch meine Weiterlesen

Lang lang ist es her …

Gestern habe ich festgestellt, dass mein letzter Blogbeitrag schon gute 6 Wochen alt ist und ich auch davor relativ wenig geschrieben habe. Schade eigentlich, aber Sie wissen ja, wie das ist, wenn man feststellt „Gestern war doch noch Silvester“. Dies war aber nicht der einzige Grund, vielmehr gab es noch folgende Einflußfaktoren:

  • Ich habe mir die letzten paar Monate einen interessanten und spannenden Zeitfresser eingefangen, einen Antrag für einen VHB-Kurs. Die Konzeption, die Formulierung der Idee in Form eines Akquisitionspapiers und letztendlich auch die Akquisition von Konsortialpartnern verbrauchte doch deutlich mehr Zeit als ich ursprünglich gedacht hatte. Vor allem das Ausfüllen der Anträge war eine besondere Herausforderung, denn wenn ich etwas hasse, dann sind es Formulare von denen ich keine Ahnung habe. Am Montag, den 30. April 2018 ging dann am Nachmittag endlich die E-Mail mit dem Antrag und allen Anlagen nach Würzburg zur VHB. Diesen Meilenstein musste ich dann gebührend am Montagabend im Café Holler feiern. Lieber Leser meines Blogs, drücken Sie mit mir die Daumen, dass ich den Zuschlag für den Kurs bekomme. Die Idee ist richtig spannend, mehr wird aber noch nicht verraten.
  • Neben meinem gerade beschriebenen Zeitfresser hatte natürlich auch der Beginn des Sommersemesters mit allen Nebeneffekten (Renovierung/update verschiedenen Vorlesungen, Klausureinsichten und wie immer der geballte Ansturm von Anfragen vieler Studenten nach der vorlesungsfreien Zeit) einen Einfluss auf meine verfügbare Zeit. Die wurde immer knapper. Dann fiel der Blog unter die Kategorie „mache ich morgen.“
  • Der Hauptgrund war aber letztendlich, dass mir die Inspiration gefehlt hat, überhaupt etwas zu schreiben. Die letzten 3 Beiträge dokumentieren dies ziemlich genau. Im Nachhinein frage ich mich, warum ich sie überhaupt verfasst habe. Aber in den letzten paar Wochen habe ich mir überlegt, welche Schwerpunkte ich im Blog in den nächsten Jahren verfolgen möchte. Auf jeden Fall möchte ich die Idee des Marketing 4.0 stärker in den Vordergrund rücken, denn je mehr ich mich mit der Integration von Werbeaktivitäten und Verkaufsgesprächen im Internet beschäftige, desto mehr ärgern mich die meisten Onlineshops und Webseiten. Da gibt es noch viel zu tun, nicht nur methodisch, sondern auch in Form empirischer Untersuchungen. Ein vollkommen neues Thema, welches im Zusammenhang mit dem VHB-Kurs entstanden ist, war für mich Personal Branding. Ich war sehr überrascht, dass es zwar sehr viel Literatur zu Produkt- und Unternehmensmarken gibt, fast nichts vernünftiges aber zum Aufbau und Vermarktung einer Personenmarke. Da bin ich momentan noch konzeptionell am basteln, die Ergebnisse gibt es in kleinen Happen in den nächsten paar Jahren. Darüber soll aber nicht mein Lieblingsthema Djing und meine Vorliebe für sportliche Aktivitäten zu kurz kommen.

Der Blog wird also bunt bleiben, aber einen deutlichen Drall Richtung online Marketing bekommen. Stay tuned.

 

Wie kommt die Krabbe auf die Terrasse? Miami, Teil 3.

Gute Frage, aber einfach beantwortet. Die Krabbe wohnte unter der Treppe und ließ sich immer nur in der Nacht oder bei Regen blicken (Siehe Instagram-Video https://www.instagram.com/p/BgTZPQwD_ji/?taken-by=christian_zich) .Was mich während des ganzen Miami-Urlaubs immer wieder fasziniert hat, war die Tierwelt rund um Miami herum. Viele Tierarten, die man sonst normalerweise nur im Zoo sieht, laufen Weiterlesen

Kulinarisch überleben in den USA, Miami, Teil 2.

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Ein kurzer Beitrag zum Thema Essen. Auch hier liegen in den USA, wie bei vielen anderen Dingen, Licht und Schatten in extremer Form eng beieinander. Während meiner Zeit bei Siemens hatte ich 1998 in Seattle im Fish Cafe (gibt es … Weiterlesen

Erinnerungen als Trostpflaster für den dunkelsten Winter seit Jahrzehnten. Miami 2016, Teil 1.

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Am 31.1.2018 meldete das ZDF, dass Januar und Dezember die Monate mit der geringsten Sonnenscheindauer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren. Auch der Februar war nicht gerade toll, ausgenommen Montag und Dienstag letzte Woche. An diesen beiden Tagen habe ich die … Weiterlesen

Ganz Bayern interessiert sich für die THD. Oder so ähnlich?

TM Mausis und die virale Kraft von Jodel. Ja, liebe Leser meines Blogs, wir (THD) sind spitze. Im Gegensatz zu den anderen Beiträgen aus der gleichen Sendung (siehe Screenshot) gehen die Aufrufe unseres „du-weisst-schon-welches-Videos“ (unser Voldemort-Video – Ups, habe ich es gerade gesagt. Schande über mich. Wenn Snape das wüsste.) durch die Decke. Am Montag ist dieses Video wahrscheinlich das meistgesehene Video in Youtube und die Chinesen haben es als abschreckendes Beispiel allen chinesischen Studenten gezeigt, mit dem Hinweis: seht her, der Westen zerlegt sich gerade selber. Putin bekommt auch Aufwind und Trump freut sich wie ein Schnitzel: es gibt noch Unfähigere als mich. Und alles nur, weil der Küchenjunge (oder der Portier, oder der Hausmeister, oder…) vom BR nicht nachgedacht hat. Darauf ein Cheeeeriooooo. Stay tuned und endgültig ein schönes Wochenende.

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Ein paar Impressionen aus Jodel zum Beitrag des Bayerischen Rundfunks über den Studiengang Tourismusmanagement an der technischen Hochschule Deggendorf.

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Ergänzungen zu meinen letzten Beiträgen (#1, #2). Diesmal ohne Kommentar. Ansehen und schmunzeln. Stay tuned und schönes Wochenende. Mehr zu diesem Thema…

Welche virale Durchschlagskraft haben die TM-Mausis? Und was haben sie mit Leeroy Jenkins zu tun?

Diskussion im sozialen Netzwerk JodelIch war gestern selber überrascht, welches Echo mein Beitrag hervorgerufen hat. Erst mal vielen Dank für viele positive Kommentare und positives Feedback. Und den Vergleich mit Leeroy Jenkins fand ich sogar witzig, allerdings mit dem großen Unterschied, dass ich mit einem Plan losgelaufen bin. Der Plan/die Strategie hinter dem Blog-Artikel ist relativ schnell erklärt und hat sehr viel mit meiner abgrundtiefen Abneigung gegen schlechtes Marketing zu tun. Steigen wir also in meine Hidden Agenda ein. Wie jeder, der etwas über Marketing gehört hat, sicher weiß, es kommt auf die Verpackung von Botschaften an. Und das unterscheidet mich ganz stark von Leeroy Jenkins. Daher an dieser Stelle ein paar Bemerkungen zu meiner Verpackung und warum ich den Beitrag so geschrieben habe, wie ich ihn geschrieben habe:

  1. Das Thema berührt sehr viele Leute emotional und wenn man es in Richtung gemeinschaftlich geteilte Werte lenkt, schafft man ein klares Feindbild, welches sehr viele verschiedene Leute unter einem Dach vereint. In diesem Fall waren auf einmal nicht nur die TM-Studenten gegen den BR, sondern alle anderen auch, denn die eigene Hochschule steht ja dämlich da. In einfacheren Worten: Nichts eint mehr als ein gemeinsamer Feind. Mit diesem Stilmittel kann man hervorragend Aufmerksamkeit und Awareness bündeln.
  2. Das Thema war brandaktuell, daher habe ich meine ganzen Pläne über den Haufen geworfen und einen ungeplanten Blogbeitrag geschrieben, um diesen Schwung zu nutzen. So etwas nennt man Ambush Marketing. Man nutzt die mediale Aufmerksamkeit eines Ereignisses aus, ohne selbst der Urheber zu sein.
  3. Es ist viel einfacher, eine Zielgruppe zu bewegen, wenn man polarisiert. Man setzt sich selbst zwar größerer Kritik aus, löst aber auch gleichzeitig eine intensivere emotionale Reaktion aus.

Nachdem ich nicht nur Marketing unterrichtete, sondern mich im richtigen Leben auch mit dieser Materie beschäftige, werde ich die Ergebnisse der letzten paar Tage in Form eines Cases im Unterricht einbauen. Die Heftigkeit der Diskussion in Jodel zeigt Weiterlesen

Die TM-Mausis und der Mythos Tourismusmanagement. Wie kann ein Beitrag so in die Hose gehen?

Gestern Abend bescherte mir Jodel einen ausgesprochen vergnüglichen Abend. Um 22:00 Uhr, nachdem ich mit dem Korrigieren einer Klausur fertig war, wollte ich mir meine wöchentliche Portion Jodel gönnen und zu meinem Erstaunen entdeckte ich eine ganz heiße Diskussion zu einem aktuellen Beitrag des Bayerischen Rundfunks zum Mythos Tourismusmanagement (siehe Link zum YouTube-Video). Alleine die Diskussion im sozialen Netzwerk brachte mich so zum Lachen wie schon lange nicht mehr. Weiterlesen