Überraschung!

Artikel von Professor Dr. Christian Zich über virtuelle VerkaufsgesprächeEs ist immer wieder ein tolles Erlebnis, wenn der Postbote etwas anderes bringt als Rechnungen, Werbesendungen oder ähnlichen langweiligen Kram. Heute früh lag die neueste Ausgabe des e-commerce Magazins im Briefkasten. Was daran so besonders ist? Mein Artikel auf Seite 34.

Aufmerksame Leser meines Blogs können sich wahrscheinlich ausmalen, über was ich geschrieben habe. Nein, ausnahmsweise nicht über Personal Branding, Djing oder meinen VHB-Kurs, sondern über virtuelle Verkaufsgespräche. Mit dem Artikel habe ich einen wichtigen Meilenstein erreicht, die offiziell dokumentierte Neuausrichtung meines Marketing- und Vertriebsfokus. Während ich in den letzten Jahren mich vor allem mit Weiterlesen

Der Vergleich von Erwartungen und Erfahrungen. Warum man als Marketer bei der Freigabe einer Kreatividee nie die Phase nach dem Kauf aus den Augen verlieren sollte. Teil 3: HelloFresh und die Probleme mit der Kundenloyalität

Logo von Professor Dr. Christian Zich. Hier werden Teile und Erweiterungen aus dem Buch des Autors, das Marketing 4.0 Praxisbuch, vorgestellt.Genug der Theorie, nun zu einem praktischen Beispiel, wie sich der Vergleich von Erwartungen und Erfahrungen auf die wirtschaftliche Situation von Unternehmen auswirken. Ein hervorragendes Beispiel ist die Firma HelloFresh. Die Firma wurde im Jahr 2011 gegründet und zeichnet sich durch intensive Marketingarbeit und ein dementsprechend sehr hohes Marketingbudget aus. 2018 betrug es 153,4 Millionen € und wurde gegenüber 2017 mehr als verdoppelt (73,2 Millionen €) (Quelle: https://www.fool.de/2018/03/27/hellofresh-ist-jetzt-groesser-als-blue-apron-in-den-usa/, Zugriff: 27.11.2018).

HelloFresh, der Liebling aller Marketer?

Die Idee hinter HelloFresh ist relativ schnell beschrieben. Die Firma nimmt den Kunden das Einkaufen, das Portionieren der Zutaten und der Suche nach Rezepten ab. In sogenannten Kochboxen werden für eine bestimmte Anzahl Personen fertig konfektionierte Gerichte im Wochenrhythmus per Post angeliefert. Dieses Abonnement kann jederzeit unterbrochen und relativ kurzfristig gekündigt werden. Mit dieser Weiterlesen

Der Vergleich von Erwartungen und Erfahrungen. Warum man als Marketer bei der Freigabe einer Kreatividee nie die Phase nach dem Kauf aus den Augen verlieren sollte. Teil 2.

Logo von Professor Dr. Christian Zich. Hier werden Teile und Erweiterungen aus dem Buch des Autors, das Marketing 4.0 Praxisbuch, vorgestellt.Im ersten Teil dieser Beitragsreihe haben wir uns mit ein paar grundlegenden Mechanismen des Vergleichs von Erwartungen und Erfahrungen beschäftigt. Hier steige ich ohne große Einleitung wieder ein und zwar mit 2 weiteren Kategorien, die Kunden bei der Wiederkaufentscheidung berücksichtigen.

2.   Vergleich der Erwartung bezüglich der individuellen Vorteile mit den tatsächlichen Erfahrungen mit dem Produkt

Wenn sich beispielsweise ein Kunde von einer Software eine deutliche Steigerung seiner Produktivität erwartet, dann aber feststellen muss, dass deren Bedienkonzept so gewöhnungsbedürftig ist, dass er sich erst intensiv einarbeiten muss, so wird er Weiterlesen

Der Vergleich von Erwartungen und Erfahrungen. Warum man als Marketer bei der Freigabe einer Kreatividee nie die Phase nach dem Kauf aus den Augen verlieren sollte. Teil 1.

Logo von Professor Dr. Christian Zich. Hier werden Teile und Erweiterungen aus dem Buch des Autors, das Marketing 4.0 Praxisbuch, vorgestellt.Gut Ding braucht Weile. Seit dem Urlaub geplant, im Unterricht getestet und für die Überarbeitung eines letzten Buches für notwendig erachtet, die Erweiterung des Kapitels „der Vergleich von Erwartungen und Erfahrungen“. Neben der mehr oder weniger bewussten Entscheidung, ein Bedürfnis zu haben, und der Alternativenauswahl ist dieser Teil des gesamten Entscheidungsprozesses ausgesprochen wichtig für die Kundenzufriedenheit, die Kundenloyalität und damit die Wiederkaufentscheidung.

Der Entscheidungsmechanismus im Detail

Der Mechanismus ist relativ einfach erklärt, denn die meisten Menschen werden beim Gebrauch/Konsum eines Produktes mehr oder weniger bewusst die Erwartungen (generiert durch die Werbung und das Verkaufsgespräch) mit den gemachten Erfahrungen vergleichen. Stellt man fest, dass die blumigen Beschreibungen in keinster Weise der Realität entsprechen, so ist man mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht. Übertreffen dagegen die Erfahrungen das Erwartungsniveau, so ist man positiv überrascht und vielleicht denkt man bei einem erneuten Kauf mit Freude an die Marke zurück. Bevor wir jedoch einsteigen, sollten wir ganz kurz innehalten und uns überlegen, welche verschiedenen Kategorien miteinander verglichen werden:

1. Vergleich der Erwartung an die technisch, funktionelle Leistung mit der gezeigten Leistung

Hier muss man unterscheiden zwischen objektivierbaren Leistungsparametern Spritverbrauch beim Auto, Akkulaufzeit beim Computer) und subjektiv empfundenen Parametern (starke Beschleunigung, glasklarer Klang, starke Bässe). Gerade Letztere Weiterlesen

Wie wirken Stilmittel? Die Bachelorarbeit von Frau Julia Brunner.

Die Bachelorarbeit von Frau Julia BrunnerTja, wie wirken Sie denn? Eine Frage, auf deren Antwort unzählige Werbetreibende und deren Agenturen warten. Daher war ich natürlich Feuer und Flamme, als Frau Brunner im ersten Quartal diesen Jahres mit dieser Fragestellung bei mir erschien. Bereits während der konzeptionellen Gestaltung des Forschungsteils wurde mir klar, dass auf der Basis eines solchen, gut durchdachten Forschungsdesigns einige ganz spannende Antworten auf mich warten werden. Ich wurde nicht enttäuscht.

Frau Brunner wählte den Ansatz der Tiefeninterviews, was angesichts der kniffligen Fragestellung eine sehr gute Wahl war. In einen Fragebogen den subtilen Einfluss von Stilmitteln zu packen, wäre in diesem Falle nicht zielführend gewesen. Aber nicht nur die empirische Teil war sehr gut, auch die Aufbereitung der Literatur, die Ableitung konsistenter und logischer Hypothesen bewegten sich auf dem selben Niveau. Herzlich willkommen in der Hall of Fame, Frau Brunner. Hier das Interview:

Was waren die wichtigsten Inhalte/Erkenntnisse?

Meine Bachelorarbeit mit dem Thema „Stilmittel als Instrument der Markenführung“ beschäftigte sich mit der Forschungsfrage „Durch welche Stilmittel der Werbung kann der Informationsüberlastung in einem gesättigten Markt, am Beispiel der Kosmetikbranche, begegnet werden, sodass die Werbung Aufmerksamkeit und infolgedessen Verständnis generiert?“

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass die interviewten Personen unbewusst von bestimmten Stilmitteln gelenkt wurden. Zu diesem Urteil kam ich, nachdem ich bei jeder Weiterlesen

VHB-Kurs, viertes Update: das Interview mit KIKA: „you have to deliver a message!“

KIKA DJLetzte Woche war mal wieder eine anstrengende Woche; Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag Vorlesungen bis zum Anschlag, Donnerstag konzeptionelle Arbeit am VHB-Kurs und am Samstag aber das Highlight der Woche, das Interview mit KIKA. Wer verbirgt sich hinter den 4 Buchstaben? Eine ausgesprochen nette, interessante und kreative Persönlichkeit. KIKA wurde in Venezuela, Caracas geboren, wuchs dort auf und lernte dort das Djing. Über einen kleinen Umweg nach Miami gelangte sie dann nach Madrid und legt dort als Resident in einem Club auf. Einer meiner Teammitglieder, einer der Organisatoren der TEDx-Veranstaltung vom Freitag letzter Woche, kam auf die Idee, sie zu fragen, ob sie Lust hätte ein Interview mit mir zu führen. Sie sagte spontan ja und so saßen wir am Samstag um 11:30 Uhr bei uns im Weiterlesen

Sorgenfrei-Mix, September 2018

Endlich habe ich ihn fertig. Es war ein toller Abend, ein tolles Publikum und gute Stimmung bis zum Ende. Und daher ist mir der verhagelte Übergang ausnahmsweise egal, dann sieht man wenigstens, dass ich wirklich gespielt habe. Viel Spaß beim Anhören.

By the way: Heute Abend nach der TED-Veranstaltung spiele ich so etwas ähnliches. Eher allgemeinverträglich und groovy bis cheesy. Stay tuned.

Mehr zu diesem Thema…

Morgen bekommt die technische Hochschule Deggendorf einen Globalisierungsorden.

TEDx@DITDer 9. November ist für einige Studierende eine Kombination aus Entspannung (endlich vorbei), Peak-Stress-Level und hoffentlich aus einer Riesenportion Stolz auf die geleistete Arbeit der letzten paar Monate. Um was geht es? Ähnlich wie vor 2 Jahren fand sich bereits letztes Jahr ein Studententeam zusammen, mit dem Ziel, einen TEDx-Event auf die Beine zu stellen: „Shaping the Future„. Ich finde den Grundgedanken ganz besonders toll, denn man kann viel über Globalisierung und internationale Ausrichtung der Hochschule schwadronieren, gemessen wird die echte Internationalisierung an ganz konkreten Taten. Und diese Event wird unserer Weiterlesen

Der geistige Leerlauf im Internet.

Amazon, Antwort auf eine FrageIm September diesen Jahres, im Urlaub, war ich auf der Suche nach Spezialpapieren, auf denen man mit Kalligraphiefüllern schreiben kann, ohne dass die typischen Nachteile beim Schreiben mit normalem Papier auftreten. Im Regelfalle, besonders wenn die Tinte recht nass ist, neigt das Papier zum ausbluten. Dies bedeutet, dass bei den meisten Buchstaben, Strichen, etc. unschöne Ausfaserungen des Schriftbildes entstehen. Bei dünnem Papier scheint die Tinte auf der Rückseite durch, auch dies ist nicht toll. Ich dachte mir bei der Betrachtung eines Produktes, dass die Funktion „Frage stellen“ auf der Amazon-Seite eventuell den einen oder anderen sinnvollen Hinweis zu Tage brächte.

Gestern wurde ich aber eines Besseren belehrt. Ich weiß nicht, was diesen Spaßvogel geritten hat, aber die Antwort nicht nur sinnfrei, sie verschwendet auch noch Zeit, Aufmerksamkeit und Energie. Ich habe mir seit gestern mehrfach die Frage gestellt, warum der Verfasser sich überhaupt die Mühe gemacht hat, etwas zu schreiben. Entweder leidet er an chronischem Aufmerksamkeitsdefizit (sonst beachtet mich keiner, aber wenn ich Blödsinn schreibe, dann ärgert sich wenigstens jemand über mich), an einer zwanghaften Kommentaritis (ich kann nicht anders, ich muss einfach etwas schreiben) oder er will der Welt mitteilen, dass er ein toller Bleistiftnutzer ist. Vielleicht war ihm aber auch nur langweilig und er konnte sein Smartphone nicht beiseite liegen. Lieber Verfasser dieser vollkommen überflüssigen Antwort, zeichne bitte weiter mit Bleistiften, geh eine Runde spazieren oder kauf dir ein Buch, vielleicht macht dies deinen Kopf frei. Stay tuned.

VHB Kurs, drittes Update: das Licht am Ende des Tunnels.

VHB-Onlinekurs zum Thema Djing und PersonenmarkeWieder mal ist eine anstrengende Woche vorbei, aber jetzt gönne ich mir noch ein kurzes Update zum aktuellen Stand meines VHB Kurses, bevor dann heute Abend Feiern im Tiefenrausch in Straubing angesagt ist. Wie bereits im letzten Beitrag angedeutet habe, steht die grundlegende Konzeption. Zusätzlich habe ich mir den gestrigen Tag mit der Ausformulierung der Interviewleitlinien verschönt.

Ich werde den ganzen Kurs im Sinne eines Karriere-Lebenszyklus aufbauen, bestehend aus 4 verschiedenen Phasen. Diese wären:

  1. Phase: „sleeping star“. Hier hat jeder zukünftige Star – egal ob er ein Künstler ist oder eine Fach-/Führungskarriere anstrebt – noch keinen großen Bekanntheitsgrad erreicht bzw. steht erst am Anfang der Karriere. Hier geht es vor allem darum, die richtigen Weichen zu stellen, die richtigen Kompetenzen aufzubauen, um in der folgenden Phase richtig durchstarten zu können. Wichtig in dieser Phase ist auch, dass man für die Zielgruppen (Vorgesetzte, Fans, Follower, etc.) interessant ist und sich idealerweise von der Masse abhebt.
  2. Phase: „rising star“. Jetzt heißt es Gas geben. Auf Basis der Kompetenzen und Fähigkeiten kann die Karriere an Fahrt aufnehmen und wenn man Glück hat, wird man richtig hoch hinaus schießen. Im Grunde genommen erntet man in dieser Phase die Früchte der harten, vorangegangenen Arbeit. Allerdings ist jetzt auch die eigene Vermarktung ganz besonders wichtig, denn Erfolg will gefüttert werden.
  3. Phase: „maintaining success“. Die vielen One-Hit-Wonder gerade im Musikgeschäft zeigen, dass es nicht ausreicht, einmal richtig Gas zu geben, sondern man muss ständig zusehen, dass man seinen eigenen Erfolg kritisch hinterfragt und sich selber weiterentwickelt. Für Künstler heißt dies: Anpassung an geänderte Trends, an gesellschaftliche Veränderungen und an Verschiebungen im eigenen Genre. Für Manager heißt dies Lernen, Weiterentwickeln und Neuerfindung der eigenen Erfolgsfaktoren. Wenn man dies beherrscht, wird die 4. Phase nie eintreten.
  4. Phase: „falling star“. Relativ einfach zu erklären. Viele Manager, die nicht in der Lage waren, sich selber auf den Prüfstand zu stellen, stolpern über ihr eigenes vergangenes Erfolgskonzept. Manche Künstler und auch Manager heben so sehr ab, dass sie die Bodenhaftung verlieren und einen publikumswirksamen Absturz hinlegen. Andere legen einen langsameren Sinkflug Richtung Bedeutungslosigkeit hin. Schade.

Im wesentlichen werden sich die ganzen Interviews, alle Themen an diesem Konzept Weiterlesen