Zuerst war das Ende nah, dann war es da. Und jetzt ist es eine Woche später.

Vor einer Woche um diese Zeit bin ich noch mit schmerzenden Rücken im Flieger irgendwo über dem indischen Ozean bzw. über Afrika gesessen. Das Ende in diesem Falle war das Ende meines Urlaubs und das Foto war der Heimweg vom Strand am letzten Tag zu unserem Feriendomizil. Aber jedes Ende ist auch gleichzeitig wieder ein Anfang, in diesem Falle der Beginn des Wintersemesters 2018/2019. Und auch der Start eines meiner spannendsten Projekte in meiner Zeit an der Technischen Hochschule Deggendorf. Ich habe bereits in einem der letzten Beiträge die innovative Idee etwas dargestellt, aber bis zum Projektende am 28.2.2019 versuche ich einfach jeden Freitag meinen Lesern einen vertiefenden Blick hinter die Kulissen zu geben.

Diese Woche war beispielsweise gut gefüllt mit allen möglichen organisatorischen Dingen, den ersten Gesprächen mit unserer Weiterbildungsabteilung (wie machen wir das mit den Videos?) und die Organisation des richtigen Equipments. Gerade der letzte Weiterlesen

Schwupps – das Fett ist weg und der Bauch nicht mehr welk…

Beim Betrachten dieser Werbung ist mir aufgefallen, dass mir schon lange keine unfreiwillig komische Werbung mehr über den Weg gelaufen bzw. in mein E-Mail-Fach gestolpert ist. Endlich war es mal wieder soweit, auf gehts!

Die Bildinformation ist ja ganz o. k., wobei ich definitiv nicht zur Zielgruppe gehöre. Erstens bin ich nicht blond und zweitens keine Frau. Auch der Einstieg „wie arbeitet OneTwoSlim?“ in Kombination mit der Bildinformation ist gar nicht schlecht, mit Weiterlesen

Was kann die Digitalisierung von der alten Offline-Welt lernen? Wirklich Gespräche führen und nicht nur kryptische Informationen liefern!

Vertriebsthemen aus dem Blog von Prof. Dr. Christian Zich:Für einen guten Verkäufer eine Selbstverständlichkeit, für die Onlineshops und Webseiten der Produkthersteller ein Novum, dass gute Verkaufsgespräch. Nachdem ich in den letzten Wochen einige Ausflüge zum Thema Leistungsfähigkeit der heutigen Studierenden und zu meinem VHB-Kurs gewagt habe, möchte ich jetzt die Sommerpause sinnvoll füllen und wieder zum Thema virtuelle Verkaufsgespräche zurück kommen. Im letzten Beitrag habe ich das große Kapitel Know-how abgeschlossen, jetzt beschäftigen wir uns etwas mit der Beratungsleistung des Verkäufers. Rufen wir uns noch einmal ganz kurz ins Gedächtnis, was am Ende eines Verkaufsgesprächs stehen soll: ein ehrlicher, langfristig orientierter, auf Kompetenz basierender Rat. Die Kaufentscheidung muss der Kunde selber treffen.

Der Weg zu diesem Ergebnis, dies zeigten meine Mystery-Shopping-Projekte, kann vollkommen unterschiedlich aussehen. Angefangen von einem 20-minütigen Monolog des Verkäufers bis hin zu einem strukturiert geführten Gespräch, in dem der Kunde die meiste Zeit redet und die Informationen liefert, die für einen guten Rat essenziell wichtig sind. Zu letzterem gehören zwei Komponenten, erstens das Know-how, zweitens die richtigen Techniken der Gesprächsführung. Dazu gehören Fragetechniken (offene/geschlossene Fragen), aktive Gestaltung des Gespräches (Know-how-Stand des Kunden, Details vom Kunden verstanden, etc.), Zusammenfassung des Gesprächsverlaufs an Entscheidungspunkten (Bedürfnis richtig und vollständig erfasst, Lösungsvorschläge entsprechen den Kundenvorstellungen, ist die präferierte Lösung aus Kundensicht genau die richtige, und noch viele mehr), um nur die wichtigsten zu nennen.

Die verschiedenen Techniken der Gesprächsführung habe ich in meiner Mystery-Shopping-Studie im Elektroeinzelhandel zum allerersten Mal meines Wissens nach zum ersten Mal in der empirischen Forschung abgefragt. Um es kurz zu machen, der Weiterlesen

Marketing im Pott – wohin entwickelt sich der Einzelhandel?

Dieses Mal gibt es einen sehr kurzen Feiertags-Post, in dem ich ganz einfach auf den Blog Marketing im Pott verlinke. Here we are:

Die Digitalisierung des Handels: Verkaufen 4.0

Vielen lieben Dank an Frau Kati Blumenrath für die tolle Zusammenarbeit, die gute Weiterlesen

DJing and the Secrets of Personal Branding.

VHB-Onlinekurs zum Thema Djing und PersonenmarkeIn meinem letzten Beitrag habe ich ganz kurz angerissen, wie ich letztes Jahr ungefähr zur selben Zeit auf die Idee kam, einen VHB-Kurs zu entwickeln. Nach dem ersten, vorsichtig positiven Signal aus Bamberg habe ich mich dann gegen Ende des Jahres 2017 intensiver mit den Kursinhalten beschäftigt. Als Marketer ist mir natürlich aufgefallen, dass viele DJs bzw. Künstler sich denkbar schlecht vermarkten bzw. von Anfang an nie über Marketing nachdenken. Gründe? Man ist ja Künstler und weist die schnöde Vermarktung der eigenen Person strikt von sich. Eigenartigerweise haben sie dann aber trotzdem kein Problem für jeden Gig eine hohe Gage zu verlangen, wenn sie dann wirklich mal berühmt sind. Und sie achten vor allem ganz eifersüchtig darauf, dass ihr eigener Name die richtige Größe im Vergleich zu den anderen Acts hat. Ich könnte es auch böse formulieren und behaupten, dass sie fehlendes Know-how mit dem Dasein als Künstler kaschieren und wenn sie dann berühmt sind, nach dem Motto gehen „was interessiert mich mein Käse von gestern“.

Daher war es für mich sonnenklar, dass ich das Thema Personenmarke mit allen Facetten (Skills, Persönlichkeit und Vermarktungsmöglichkeiten) in den Vordergrund stellen werde. Damit hätte ich als Zielgruppe DJs, problemlos erweiterbar auf alle Weiterlesen

Es begann mit einer ganz verrückten Idee …

VHB-Onlinekurs zum Thema Djing und PersonenmarkeIch hätte auch genauso gut so anfangen können: in einer eigenen Welt, ganz weit entfernt vom Hier und Jetzt entstand ein Gedanke. Er war der Spross eines ganz banalen Online-Marketing-Kurses und und einer irren musikalischen Idee. Die beiden lebten so vor sich hin, aber eines Tages lernten sie sich kennen. Zuerst beäugten sie sich sehr misstrauisch, denn der eine war ein musikalisches Nachtlicht, der Marketingkurs ein kreatives Taglicht, aber doch eher im methodischen Hier und Jetzt verankert. Im August und September letzten Jahres trafen die beiden sich bei einer Fete im Holler (ha ha), verliebten sich ineinander und Anfang Oktober waren sie dann ein unzertrennliches Paar. Nach langem Zaudern fassten sich beide an der Hand, nahmen allen Mut zusammen und gingen zum großen virtuellen Zauberer, um sich die Zustimmung zu dieser Verbindung abzuholen. Der große virtuelle Zauberer zog sich zurück, besprach es mit anderen virtuellen Zauberer und dann – zur großen Überraschung – kam folgende Antwort: ja, wir könnten uns diese Verbindung vorstellen, aber ihr müsst noch noch mindestens einen Befürworter für eure Beziehung finden.

Ich könnte jetzt in diesem Stil noch weiter machen, aber irgendwann mal wird es meiner Meinung nach zu kreativ, vielleicht auch zu dämlich. Daher jetzt im Klartext. Die beiden Weiterlesen

Die Meilensteine auf dem Weg zum Untergang, das #Abstraktionsdefizit und die #Bildungspolitik

Hochschule 4.0: wo geht die Reise hin?Draußen hat es 36 Grad und in meinem Arbeitszimmer gefühlte 50 Grad. Der Ventilator läuft inzwischen in einer Lautstärke, da macht Musikhören keinen Spaß mehr. Aber der Mensch gewöhnt sich ja an alles, auch an die zukünftigen Klimakatastrophen-Standardsommer. Kommen wir wieder zum Punkt zurück, die Probleme der folgenden Generationen von Studierenden und letztendlich auch zukünftigen Arbeitnehmern. Wenn ich mir diejenige Klausur ansehe, die den Anstoß für den ersten Artikel dieser Reihe gegeben hat, dann fällt mir doch ganz stark auf, dass viele falsche Antworten auf das fehlende Abstraktionsvermögen der Klausurteilnehmer zurückzuführen waren, eben ein Abstraktionsdefizit. Darunter verstehe ich zwei Komponenten:

1. Die zunehmende Unfähigkeit, ein komplexes Problem in seine Bestandteile zu zerlegen, diese einer Lösung zuzuführen und damit das Gesamtproblem zu lösen.

Im Unterricht äußert sich dies in Hochgeschwindigkeitsantworten, die ohne nachzudenken einfach einmal in den Raum geworfen werden. Besonders ärgerlich ist Weiterlesen

Die Meilensteine auf dem Weg zum Untergang, das #Priorisierungsproblem.

Hochschule 4.0: wo geht die Reise hin?Im letzten Beitrag habe ich aus meiner Perspektive heraus den Ernsthaftigkeitsverlust der Studierenden thematisiert. Heute möchte ich mich etwas mit Priorisierungsproblemen befassen, die wiederum eng mit der Ernsthaftigkeit zusammenhängen. Inwiefern? Wenn ich etwas nicht ernsthaft betreibe, dann ist es auch nicht wichtig. Die Wahrscheinlichkeit, in der Prioritätenliste ganz nach unten zu rutschen, ist relativ groß. Im Folgenden werde ich ein paar Gründe vorstellen, mit denen ich dieses Ergebnis erklären möchte.

Grund #1: das Wissen bekomme ich im Internet, wenn ich es brauche.

Stimmt in gewisser Weise, auch ich heize Google in regelmäßigen Abständen an, um über bestimmte Themengebiete einen kurzen Überblick zu erhalten. Wer nun erwartet, dass er erschöpfende Informationen und ein ganzheitliches Bild erhält, der glaubt wahrscheinlich immer noch an das Christkind. Wenn es um wissenschaftliche Themen Weiterlesen

Die Meilensteine auf dem Weg zum Untergang, der #Ernsthaftigkeitsverlust.

Hochschule 4.0: wo geht die Reise hin?Den letzten Beitrag habe ich unter dem Eindruck einer nicht besonders gut ausgefallenen Klausur geschrieben und war sehr überrascht darüber, welches Echo er in den sozialen Netzwerken ausgelöst hat. Bis jetzt bin ich die Erklärung schuldig geblieben, jetzt gibt es den ersten Versuch einer Erklärung. Meiner Meinung nach haben die Studierenden in den ersten Semester einen Ernsthaftigkeitsverlust. Woran mache ich dies fest? Erstens anhand folgender Erlebnisse mit demjenigen Kurs, der die Weiterlesen

Es ist 8:49 Uhr und ich habe schon meinen ersten Horrortrip hinter mir.

Hochschule 4.0: wo geht die Reise hin?Ja, nach meiner ersten Stunde Klausuren korrigieren habe ich einen Horrortrip hinter mir. Zwei Drittel einer Marketingklausur habe ich bereits korrigiert und ich habe mich die ganze Zeit zwischen Unverständnis, Ärger und Verwunderung bewegt. Warum? Dieses Sommersemester hat sich eine Entwicklung fortgesetzt, die mir die eine oder andere nachdenkliche Minute beschert hat. Diese kalte Dusche ist, nach den tollen Erfahrungen mit meinem Schwerpunkt, ganz besonders unangenehm. Aber jetzt fange ich einfach mal von vorne an.

Ich habe eine relativ einfache Überzeugung: wer das Label Akademiker (in einem ersten Rutsch verbunden mit einem Bachelor, in einer zweiten Runde mit einem Master) haben möchte, der muss in der Lage sein, komplexe Probleme zu lösen. Wenn ich meinem Gegenüber jeden Schritt genau darlegen muss, dann habe ich einen Sachbearbeiter vor mir, der entweder nicht in der Lage oder nicht willens ist, selbstständig sein Hirn einzusetzen. In meinen beiden Führungspositionen während meiner Zeit bei Siemens, da hatte ich bis auf ein einziges Mal Glück, denn ich habe entweder leistungsfähige und leistungswillige Mitarbeiter eingestellt und/oder Weiterlesen