Was man nicht so alles im Internet findet…

Nach einer kreativen Auszeit bin ich jetzt wieder da. Über den Sommer hinweg habe ich endlich mein letztes Buch überarbeitet, den Blog neu gestaltet, einen neuen Blog aufgesetzt und etwas an der Selbstverwirklichung gebastelt: neue Tracks sind auf dem Weg, Geschichten sind im Entstehen und deren Visualisierung nimmt langsam Gestalt an.

Kurz zu den Änderungen: ich möchte mich in dieser Internetpräsenz mehr auf meine fachlichen Themen konzentrieren, ab und an etwas über meine Djing-Aktivitäten posten und die Work-Live-Balance natürlich auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Dann fangen wir doch gleich mit meinem Lieblings-Hobby an. Beim Aufräumen bin ich über einen nie veröffentlichten Post gestolpert, der das allererste Interview zu meinen wiederentdeckten musikalischen Ambitionen beinhaltet. Ein herrliches Dokument, wenn man bedenkt, was ich in den vergangenen 6 Jahren alles gemacht habe. Damals war es für mich ein Neueinstieg, jetzt ist es der Wiedereinstieg nach der kreativen Sommerpause. Stay tuned and have fun!

Mehr zu diesem Thema…

Mal wieder von meiner eigenen Zeitplanung überholt worden. Die Selbstverwirklichung muss dann mal warten.

Screenshot aus dem iTunes-Store. Gasherbrum, ein Release von Professor Dr. Christian Zich.Es hätte so gut funktionieren können, zu mindestens theoretisch. Am 13. Mai ging mein erstes musikalisches Werk an den Start (siehe Bild, unter folgendem Link kann man sich die EP Gasherbrum anhören). Ziemlich genau 6 Jahre nach meinem Wiedereinstieg in die DJ-Szene. Die Rückmeldungen aus dem Studentenbereich zeigten mir, dass der erste Teil des Experiments als geglückt bezeichnet werden kann, die Grobstruktur der Geschichte hinter der EP war sichtbar. Haken dahinter, Selbstverwirklichung Phase 1 geschafft.

Ich wollte aber natürlich mehr, ich wollte nicht nur die Fragmente einer Story erzählen, ich wollte sie ganz zum besten geben. Die Ankündigung erfolgte schon in einem der vorangegangenen Beiträge. Daher habe ich letzte Woche einen kurzen Post auf Instagram online gestellt, der Titel war „It’s time to tell a story“. Der Plan war, bis Anfang dieser Woche mal schnell den ersten Teil der Geschichte herunter zu schreiben. Dies wäre dann Selbstverwirklichung, Phase 2 gewesen. Da habe ich mich aber ganz grob Weiterlesen

Nichts schief gegangen! Gasherbrum ist online.

Screenshot aus dem iTunes-Store. Gasherbrum, ein Release von Professor Dr. Christian Zich.Heute Früh hatte ich ein ganz besonderes, ausgesprochen tolles Erlebnis. Mein erster Release erschien in den verschiedenen Onlinestores und Streamingplattformen. Für mich ist dies aber erst der Startpunkt, denn ich möchte eine Geschichte erzählen, in die das Album eingebettet ist. Sie handelt von einer Maschine, die ein Königreich übernimmt und die Einwohner mit subtilen Methoden versklavt. Insgesamt besteht die Geschichte aus 6 verschiedenen Kapiteln:
  • Prolog: die Ankunft der Maschine, erzählt durch die Hauptperson der Geschichte
  • Valley of Demons: die Maschine festigt die Grundlage ihrer Herrschaft und zwingt die Bevölkerung zu Höchstleistungen.
  • The Leader’s Task: Unsere Hauptperson bekommt eine Aufgabe, die sie unmöglich erfüllen bzw. überleben kann. Unsere Hauptperson soll auf den Gasherbrum hinaufsteigen.
  • The Beautiful Mountain: auf dem Weg zum Gasherbrum besinnt sich unsere Hauptperson und erkennt die Fehler der Maschine.
  • The Holy Egg: die Lösung des Problems ist nahe.
  • The Leader’s Fall: das Problem wird gelöst.
Die Geschichte werde ich jedoch an einer ganz anderen Stelle erzählen, denn nach langem überlegen habe ich festgestellt, dass ich mit einiger Fantasie zwar problemlos meine Djing-Aktivitäten in diesem Blog unterbringe, aber künstlerische Ausflüge in Form von Geschichten, Zeichnungen und Animationen eingebettet in deren musikalischer Umsetzung passen beim besten Willen nicht mehr in dieses Gefüge. Weiterlesen

Auf zu neuen Gestaden! Am 13. Mai beginnt ein neues Kapitel!

EP-Veröffentlichung von Prof. Dr. Christian ZichGestern Abend, inmitten des Open Air-Auftritts an unserer geliebten Hochschule flatterte eine E-Mail aus Kanada herein, die ein ganz riesengroßes Hurra nach sich zog (siehe Abbildung). Ja, am 13. Mai geht mein erster Release online. Es war ein langer Anlauf, da die gemasterten Tracks bereits seit Oktober letzten Jahres bei mir auf der Festplatte lagen. Aber – aufmerksame Leser meines Blogs kennen die Ausrede – der VHB-Kurs. In gewisser Weise bin ich dankbar für diesen Kurs, denn er muss für alles herhalten was liegen geblieben ist. Wobei die Veröffentlichung meiner Tracks mich wirklich jede Woche mindestens einmal beschäftigt hat, aber irgendwie war nie Zeit dafür. Und außerdem rede ich mir erfolgreich ein, dass es ja immer noch ein Hobby mit einem Schuss Selbstverwirklichung ist. Deswegen gelten Termine nicht.

Deswegen konnte ich mir gestern nicht verkneifen 2 meiner Tracks beim Open Air zu spielen. Leider war das Publikum darüber nicht so begeistert, denn ich habe es geschafft um 22:30 Uhr die Tanzfläche leer zu spielen. Aber wie auf einer meiner Folien aus dem DJ Kurs zu lesen ist: „jeder gute DJ hat schon mal die Tanzfläche leer Weiterlesen

Der Bademeister lädt mich ein, das find‘ ich richtig fein.

Polterabend mit Prof. Dr. C. ZichIm Verlaufe der letzten Jahre bin ich mehrmals in Facebook über die Veranstaltungsreihe „Polterabend“ gestolpert und vor fast einem Jahr hatte ich endlich mal die Gelegenheit, dabei zu sein. Die Location, das Tiefenrausch, ist wirklich ziemlich abgefahren und allein aufgrund dieser Tatsache war ich frech und habe den Veranstalter direkt gefragt, ob wir mal gemeinsam spielen. Nach einigen hin und her hat es jetzt endlich geklappt und ich freue mich auf den 2. November. Dann kann ich Weiterlesen

Claudia, das Café Holler, viele interessante Persönlichkeiten und ein Hobby DJ.

Gestern Abend um 22:00 Uhr war es soweit. In dem Kulturmagazin Capriccio wurde das Porträt des Café Holler gesendet. Der Beitrag ist wirklich toll. Kompliment an das Filmteam und die Redaktion. Angefangen bei der Darstellung der Betreiberin Claudia Holler. Genauso offen, genauso freundlich, genauso einladend wie im richtigen Leben wurde sie eingefangen. Man merkt wirklich, dass sie die gesamte Welt einfach umarmen könnte, jeden willkommen heißt und mit ihrem Café eine Plattform für vollkommen verschiedene Aktivitäten geschaffen hat.

Was natürlich auf keinen Fall fehlen darf und auch von dem Filmteam perfekt eingefangen wurde, war die Vorstellung der verschiedenen Persönlichkeiten, die im Holler unterwegs sind. Authentisch und ehrlich, dabei hoch emotional und begeistert. Mehr muss man gar nicht dazu sagen. Halt. Doch noch etwas.

Liebe Claudia, ich danke dir herzlich dafür, dass du mich gefragt hast, ob ich auch Weiterlesen

Was hängt denn da am Mast?

Plakat am StrassenrandEinsam und alleine hängt es da am Mast,
das Plakat, man übersieht es fast.
Es verbreitet jedoch frohe Kunde,
das Festival, es geht in die dritte Runde.
Am Samstag feiern wir bis in den frühen Morgen,
zu lang? Bei der Musik mache ich mir keine Sorgen.
Drum liebe Leut – merkt euch den Samstag heut.

Genug der Dichtkunst. Ich freue mich auf den Samstag und im Gegensatz zu vielen anderen DJs freue ich mich wieder auf das Warm Up. Warum? Ganz einfach, dann bleibt der Rest des Abends zum Ratschen. Ich drück uns die Daumen, dass das Wetter mitmacht und es so läuft wie heute. Gewitter angesagt, aber bis jetzt strahlender Sonnenschein ohne große Bewölkung.

Bis zum Samstag. Stay tuned.

Mehr zu diesem Thema…

Jahresrückblick, Teil 3: Ziel erreicht, neues Fach in Sicht.

screenshot Ableton LiveAls ich vor 4 Jahren im Mai meinen ersten DJ-Auftritt nach über 2 Dekaden hatte, hätte ich mir nicht vorstellen können, was aus diesem Termin alles werden könnte. Auf der einen Seite ist ein DJ-Kurs an der THD entstanden, vor 2 Jahren gab es zusätzlich einen Versuchsballon zum Thema Musikproduktion. Der Kurs lief nicht schlecht, aber ich erkannte relativ schnell, dass 2 SWS viel zu unterdimensioniert sind, um diesen Themenbereich auch nur Einsteigern vernünftig beizubringen. Hinter diesem Kurs steckte natürlich auch ein eigenes, persönliches Ziel: ich wollte selber intensive in die Musikproduktion einsteigen. Damals erkannte ich, dass ich noch weit weg von einem eigenen Track war.

Am 1. Dezember diesen Jahres war es dann endlich soweit, nach insgesamt 3 Jahren Anlauf bekam ich von meinem „Nachhilfelehrer“ Felix Wustrak eine ungemein motivierende Antwort auf meine Frage „jetzt habe ich wieder einen Monat gebastelt, Weiterlesen

Drei Dinge, die Sie schon immer über die Melancholie wissen wollten.

Erstens: Sie ist eine Gemütsstimmung, die durch Schwermut, Schmerz, Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägt wird.

Zweitens: die englische Übersetzung lautet Melancholia

Drittens: dies ist der Name meines ersten Tracks.

Ableton Live Arrangement-Ansicht Produktion des Titels #melancholiaWarum habe ich diesen Namen genommen? Nachdem ich die zentrale Akkordfolge geschrieben habe, hat sich diese sich mit dem entsprechenden Synthesizer eben ruhig, getragen und etwas traurig – eben melancholisch – angehört.

Dazu ist mir dann auch noch ein entsprechender Text eingefallen, der in Form eines Techno-Poems diese Stimmung in wenigen Sätzen beschreibt. Am Wochenende stelle ich dann diejenige Figur vor, um die es in diesem Techno-Poem geht, Auntie Techno, mit Ihr habe ich schon mal einen Tanztee gefeiert. Ich werde mich zusammen mit Auntie Techno kreativ austoben, d.h. der Track wird ein professorales (haha) Gesamtkunstwerk werden und bekommt irgendwann mal eine extra Landing-Page. Denn ich habe festgestellt, dass man diese Geschichten nicht mehr so ganz gut in meinem normalen Blog unterbringt.

Gestern Abend jedenfalls bin ich noch 2,5 Stunden gesessen und habe ein paar Hausaufgaben aus der Session mit Vincent und Charnaux erledigt und dann einen kurzen Schnipsel auf Soundcloud hochgeladen (siehe unten). Viel Spaß beim reinhören.

Wenn ich die Hausaufgaben Stück für Stück erledigt habe, lade ich noch ein paar andere Schnipsel, diesmal länger hoch. Stay tuned.

Mehr zu diesem Thema…

 

Was kaum einer wusste oder wie ich mir einen Wunschtraum erfüllte.

#melancholia Bild zum Techno-TrackGestern Abend um 19:11 Uhr hatte ich einen meiner erhebensten Momente in den letzten paar Jahren. Ableton spuckte genau um diese Uhrzeit die erste Rohversion meines allerersten Tracks mit dem Namen „Melancholia“ aus. Nach über einem dreiviertel Jahr Anlauf. Stop. Der Anlauf war 3 Jahre lang. Nochmal Stop. Genau genommen träume ich seit meinem 16. Lebensjahr davon, ein Stück Musik (Was auch immer.) zu produzieren.

Aber zurück zum Anstoß der ganzen Geschichte. Wie eifrige Leser meines Blogs sicher wissen, habe ich am 13.5.2013 meine alte Leidenschaft – das DJing – wieder aufleben lassen. Dies habe ich – auch das ist nichts Neues – meinem Lehrmeister Charnaux zu verdanken. Er war im dafür verantwortlich, dass ich jetzt die Übergänge und das Beatmatching beherrsche. Darüber hinaus verdanke ich ihm auch noch die Leidenschaft für eine Richtung der elektronischen Musik, die mir in der Vergangenheit gar nicht so gut gefallen hat, Techno. Ich war ganz überrascht, nachdem er mir ein paar Tracks vorgespielt hat, wie sehr sich doch diese Richtung im Verlaufe der Jahre geändert hat. Weiterlesen