Social Media Strategien für kleine Unternehmen oder wie intelligenter Content aussehen kann, die Bachelorarbeit von Andrea Bornschlegl.

Bachelorarbeit von Frau Andrea BornschleglIm abgelaufenen Wintersemester sind zwar wieder eine große Menge an Bachelorarbeiten eingetrudelt, es waren aber nur 2 dabei, die als Kandidaten für die Hall of Fame in Frage kamen. Fangen wir mit der Bachelorarbeit von Frau Andrea Bornschlegl an. Was ist das Besondere an dieser Arbeit? Social Media? Darüber gibt es schon viele verschiedene Beiträge. Content-Marketing? Darüber auch. Aber über die Beantwortung der Frage, wie für eine bestimmte Kategorie von Unternehmen intelligenter Content aussehen kann, um die Zielgruppen zu begeistern, gibt es so gut wie nichts. Die meisten Bücher und Artikel über dieses Thema behandeln nur oberflächlich den ganzen Themenbereich und gehen nicht in die Tiefe. Frau Bornschlegl ließ sich auf das Wagnis ein, diese Frage ganz konkret zu beantworten. Das Ergebnis ist schlicht und einfach außerordentlich bemerkenswert. Die Abschlussarbeit hat einen exzellenten Theorieteil, der zielstrebig zur Beantwortung der eingangs gestellten Frage hinführt und einen noch besseren Praxisteil, der mit sehr vielen Beispielen nicht nur den Charakter des betrachteten Unternehmens, dem Café Sorgenfrei in Straubing, sehr schön abbildet, sondern auch dessen Positionierung sehr gut herausarbeitet. In Summe eine ausgesprochen gelungene Arbeit, willkommen in der Hall of Fame. Hier das Interview:

Was waren die wichtigsten Inhalte/Erkenntnisse?

Unternehmen neigen dazu, sowohl die Bedeutung sozialer Netzwerke als Kommunikationskanäle und Firmenauftritte nach außen, als auch die anspruchsvolle Tätigkeit, die Netzwerke mit Inhalten zu pflegen, zu unterschätzen. Erfolgreiches Social-Media-Marketing hängt im Wesentlichen von vier Aspekten ab: Planung bzw. Struktur in der Vorgehensweise, einer konkreten Zielgruppendefinition, umfangreicher Social-Media-Kompetenz und einer geeigneten Kommunikationsstrategie. Die Unternehmensgröße spielt bezüglich der Personalressourcen und des Marketingbudgets im Bereich Social Media eine Rolle. Unter Berücksichtigung der genannten Punkte, ist es jedoch auch als kleines Unternehmen mit wenig Budget und ohne eigene Marketingabteilung möglich, Erfolge in den Netzwerken zu erzielen.

Wie kam Ihnen die Idee für Ihre Arbeit?

Ich habe mein Praxissemester im Bereich Marketing/Vertrieb in einem kleinen Unternehmen absolviert und war dort, unter anderem, für den Bereich Social Media zuständig. Dabei stellte ich fest, wie schwierig es gerade für kleinere Unternehmen sein kann, sich in den Netzwerken zu behaupten. Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee, ein Konzept zu entwickeln, das die Problematik dieser Unternehmen im Bereich Social Media aufgreift, Ursachen aufzeigt und Lösungsansätze darlegt.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Die Umsetzung der Theorie anhand konkreter Beispiele und das Erstellen dieser haben mir am meisten Spaß gemacht. Auch die Treffen mit den Verantwortlichen des Unternehmens waren nicht nur erkenntnisreich, sondern auch sehr angenehm und unterhaltsam.

Welche Anregungen haben Sie am meisten beeinflusst?

Herr Prof. Dr. Zich hat mir zu Beginn sehr dabei geholfen, das Thema einzugrenzen und relevante von weniger relevanten Aspekten zu unterscheiden. Bezüglich der Problematik kleiner Unternehmen waren die Gespräche mit Markus Müller und Karin Holmer sehr aufschlussreich.

Mit Firma oder ohne Firma geschrieben? Warum?

Ich habe mich dazu entschieden, meine Bachelorarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen zu erstellen, da es dadurch möglich war, theoretische Inhalte anhand konkreter, realer Beispiele zu veranschaulichen.

Was war die größte Herausforderung bei der ganzen Arbeit? Wie haben Sie das gemeistert?

Es dauerte lange, bis ich mit der Struktur der Bachelorarbeit zufrieden war. Ich wusste von Anfang an ziemlich genau, welche Punkte ich aufgreifen möchte, allerdings fehlte eine konkrete Vorstellung, wie diese Ideen so ineinandergreifen, dass die Arbeit einen „roten Faden“ aufweist. Mit zunehmender Ausarbeitung wurden auch die Vorstellungen konkreter und Zusammenhänge erkennbar.

Haben Sie einen guten Tipp für gelungenes Zeitmanagement?

Ich empfand es als schwierig, den Umfang einzelner Punkte abzuschätzen und habe irgendwann aufgehört, mir, mit Ausnahme des Abgabetermins, konkrete Zeitziele für die Fertigstellung bestimmter Arbeitsteile zu setzen. Man benötigt, meiner Erfahrung nach, jedoch grundsätzlich mehr Zeit, als geplant. Ich würde daher dazu raten, einen Zeitpuffer für gesteckte Ziele zu berücksichtigen.

Wie viel Zeit haben Sie für die Bachelorarbeit insgesamt aufgewendet (in Monaten)? Was würden Sie heute anders machen?

Recherche und Ausarbeitung dauerten insgesamt ca. drei Monate. Ich würde weniger Zeit für Literaturrecherche aufwenden und früher mit der konkreten Ausarbeitung beginnen, da sich viele Aspekte erst im Zuge dieser ergeben.

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