Personal Branding zwischen netter Idee und der (anstrengenden) Umsetzung.

Im Mittelpunkt dieses Beitrages steht ein Pilotprojekt zur langfristigen und hocheffizienten Umsetzung einer Personenmarke. Denn die Kunst besteht nicht darin, sie zu entwickeln, sondern sie langfristig am Leben zu erhalten.

Der letzte Beitrag liegt schon wieder 3 Wochen zurück. Wer meinen Blog in der Zwischenzeit besucht hat, wird festgestellt haben, dass ich ein paar homöopathische Änderungen am Design des Blogs vorgenommen habe und die Seitenstruktur an meine zukünftigen inhaltlichen Schwerpunkte angepasst habe. Dies war zwar kein Kleinkram, aber in einer überschaubaren Zeit erledigt.

Meine Prioritäten lagen jedoch in den letzten 3 Wochen auf dem Launch meines zweiten Blogs www.error262.com. Auf dieser Plattform möchte ich in der Zukunft die Themen Djing, Musik und Kunst unterbringen. Die Trennung ist meiner Meinung nach notwendig geworden, denn irgendwo passen die beiden Aspekte meiner Person nicht mehr ganz unter ein kommunikatives Dach: auf der einen Seite Marketing 4.0 und Personal Branding, auf der anderen Seite die eben genannten 3 Themen. Dies beißt sich.

Die Bausteine einer erfolgreichen Umsetzung einer Personenmarke

Ursprünglich dachte ich, dass ich die ganzen Aufgaben mal schnell in einer Woche über die Bühne bringen könnte: Design, Struktur, Kommunikationsplan, Inhalte, Zweisprachigkeit (deutsch/englisch), Automatisierung der Posts, etc. Weit gefehlt, aus der einen Woche sind insgesamt 3 Wochen geworden. Warum mache ich so etwas? Ich bin der Meinung, dass man alles, was man erzählt, auch selber beherrschen muss. Vor allem effizient.

Personal Branding: Welchen Einfluss hat meine eigene Persönlichkeit auf meine Vermarktung? Teil 3.

Professor Dr. Christian Zich – Personal Branding, ein intelligenter Ansatz zur eigenen Vermarktung und Persönlichkeitsentwicklung.

Heute – wie versprochen – gibt es einen kurzen Ausflug in die Persönlichkeitstheorien von Oldham/Morris. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht deren Anwendung im Rahmen der Entwicklung eines Personal-Branding-Konzeptes. In diesem Beitrag wird gezeigt, welchen Nutzen für die eigene Vermarktung die Beschäftigung mit der eigenen Persönlichkeit hat.

Im letzten Beitrag wurden die Vorteile des Ansatzes von Oldham/Morris aufgezeigt. Ein wesentlicher Vorteil ist der beiliegende Persönlichkeitstest. Nehmen wir an, er hat den Conscientious Style zu Tage gefördert. Die beiden Autoren schreiben diesen sehr treffend mit den Worten „The right stuff“ und beschreiben ihn mit den folgenden Kriterien etwas detaillierter (Oldham, J. M./Morris, L. B.: The New Personality Self-Portrait, New York, 1995):

  • Hard work. The Conscientious person is dedicated to work, works very hard, and is capable of intense, single-minded effort.
  • The right thing. To be Conscientious is to be a person of conscience. These are men and women of strong moral principles and values. Opinions and beliefs on any subject are rarely held lightly. Conscientious individuals want to do the right thing.
  • The right way. Everything must be done “right,” and the Conscientious person has a clear understanding of what that means, from the correct way to balance the checkbook, to the best strategy to achieve the boss’s objectives, to how to fit every single dirty dish into the dishwasher.
  • Perfectionism. The Conscientious person likes all tasks and projects to be complete to the final detail, without even minor flaws.
  • Perseverance. They stick to their convictions and opinions. Opposition only serves to strengthen their dogged determination.
  • Order and detail. Conscientious people like the appearance of orderliness and tidiness. They are good organizers, catalogers, and list makers. No detail is too small for Conscientious consideration.
  • Prudence. Thrifty, careful, and cautious in all areas of their lives, Conscientious individuals do not give in to reckless abandon or wild excess.
  • Accumulation. A “pack rat,” the Conscientious person saves and collects things, reluctant to discard anything that has, formerly had, or someday may have value for him or her.

Diese Kurzbeschreibung des Persönlichkeitsstils ist gewissermaßen nur die Spitze des Eisbergs, Oldham/Morris gehen in ihrem Buch selbstverständlich deutlich mehr in die Tiefe und in die Details. Für unsere Betrachtung reicht aber diese kurze Zusammenfassung.

Die Schattenseiten des perfekten Mitarbeiters

Liest man sich diese Liste durch, so könnte man zum Schluss kommen, dass dies die Beschreibung eines idealen Mitarbeiters ist, aber wie so oft hat jede Eigenschaft 2 verschiedene Seiten:

Personal Branding: Welchen Einfluss hat meine eigene Persönlichkeit auf meine Vermarktung? Teil 2.

Professor Dr. Christian Zich – Personal Branding, ein intelligenter Ansatz zur eigenen Vermarktung und Persönlichkeitsentwicklung.

Im letzten Beitrag habe ich kurz angerissen, warum der einfache Einstieg über die ungestützte Selbstdiagnose mit Hilfe simpler Fragen nicht wirklich zielführend ist und dabei versprochen, eine Lösung vorzustellen. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem sinnvollen Einsatz von Persönlichkeitstheorien. In diesem Beitrag geht es vor allem um die Sinnhaftigkeit des Einsatzes dieses psychologischen Werkzeugkastens.

Die Grundgedanken hinter Persönlichkeitstheorien

Der Grundgedanke hinter der Persönlichkeitspsychologie ist die Erforschung der Einzigartigkeit von Individuen bzw. das Wesen des Selbst. Seit Sigmund Freud haben sich sehr viele Psychologen mit der Untersuchung derjenigen psychologischen Kräfte beschäftigt, die Menschen zu einzigartigen Individuen machen. Dabei haben sie selbstverständlich abstrakte philosophische oder religiöse Überlegungen vermieden (Ausnahmen bestätigen die Regel) und versucht, eine Methodik zur Kategorisierung verschiedener Persönlichkeiten zu entwickeln.

Diese Überlegungen dienten natürlich nicht nur dem Verständnis, was Menschen zu einzigartigen Individuen macht, sondern sie ermöglichten auch die Diagnose von krankhaften (psychologischen) Veränderungen dieser individuellen Persönlichkeitsstruktur, die Diagnose von Persönlichkeitsstörungen.

Warum sollte man sich nun als „normaler Durchschnittsmensch“ mit solchen Persönlichkeitstheorien befassen?

Die Antwort findet man beispielsweise bei Oldham/Morris in deren Buch „The New Personality Self-Portrait“:

Personal Branding: Welchen Einfluss hat meine eigene Persönlichkeit auf meine Vermarktung? Teil 1.

Professor Dr. Christian Zich – Personal Branding, ein intelligenter Ansatz zur eigenen Vermarktung und Persönlichkeitsentwicklung.

Eine Personenmarke soll glaubwürdig, ehrlich und authentisch sein. Dies ist nicht nur meine Überzeugung sondern auch der Tenor der Literatur und der meisten Experten. Selbstverständlich steht daher am Anfang aller Überlegungen zum Design einer Personenmarke die eigene Persönlichkeit. In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit dem Startpunkt des gesamten Prozesses, der kritischen Sicht auf die eigene Person. Wenn man bereits an dieser Stelle einen Fehler macht, muss man sich nicht wundern, wenn keine ehrliche, authentische und glaubwürdige Personenmarke am Ende des ganzen Prozesses steht.

Warum ist die Frage „Was charakterisiert dich?“ der schlechteste Ausgangspunkt?

Bei meiner Recherche für den VHB-Kurs habe ich mich durch viele Bücher und Webseiten durchgearbeitet und bin immer wieder auf genau diese Frage gestoßen. Mit ihr soll die Entwicklung einer Personenmarke gestartet werden. Auf den ersten Blick erscheint dieser Ansatz ganz vernünftig, aber jedem sollte klar sein, dass der Mensch sich wahnsinnig gerne selbst betrügt und deswegen zu oft eine verzerrte Sicht auf die eigene Person hat. Hand aufs Herz, der überwiegende Teil der Menschheit sich doch gerne in einem sehr positiven Licht, ausgenommen die notorischen Schwarzseher und bekennenden Opfertypen. Aber selbst die letztgenannten entwickeln ihre Schrulligkeit zu einer Kunstform. Langer Rede, kurzer Sinn; die Wahrscheinlichkeit, dass man bei dem Blick in die eigene Persönlichkeit sich nicht objektiv sieht, ist relativ groß. Und damit baut man gleich am Anfang die ersten Fehler ein.

Führt die Frage „Frage deine Freunde, Bekannten und Kollegen, …“ zu einem besseren Ergebnis?

Bei meiner Recherche habe ich oft noch einen anderen Ansatz gefunden, der Die Freunde Bekannten und Kollegen in die Bewertung mit einbezieht. Man sollte diesen Personenkreis befragen, wie deren Sicht auf die eigene Persönlichkeit ist. Mit etwas Glück und einem ehrlichen, kritischen Umfeld könnte man vielleicht sogar zu einem realistischeren Ergebnis gelangen. Allerdings steckt auch hier die Gefahr in der Auswahl der befragten Personen. Die wenigsten sind wirkliche Experten darin, die Persönlichkeit des fragenden zu beurteilen. Und ob sie wirklich objektiv und ehrlich sind, sei dahingestellt, denn man möchte sich ja nicht einen Freund/eine Freundin vergraulen. Ein weiterer Grund, warum man vorsichtig mit den Ergebnissen dieser Befragung umgehen sollte, liefert die Sozialpsychologie: man umgibt sich in erster Linie mit den Personen, die ähnliche Wertvorstellungen, Einstellungen und Verhaltensweisen zeigen. Daher kann es auch bei dieser Vorgehensweise passieren, dass man in seinem eigenen Weltbild bestätigt wird und nur eine rosarote Sicht auf die eigene Persönlichkeit erhält. Einfach, weil das Umfeld genauso denkt wie man selbst.

Kann man intelligent Persönlichkeitsentwicklung und eigene Vermarktung miteinander verbinden?

Professor Dr. Christian Zich – Personal Branding, ein intelligenter Ansatz zur eigenen Vermarktung und Persönlichkeitsentwicklung.
Dies ist nicht die Flagge eines Fantasiestaates, sondern die Komponenten einer Personenmarke. Stay Tuned, es kommt noch mehr!

In den letzten anderthalb Jahren habe ich mich – bedingt durch den VHB-Kurs – immer intensiver mit Personal Branding beschäftigt. Relativ schnell war mir klar, dass die wichtigste Voraussetzung bei einer Personenmarke die ehrliche, authentische und glaubwürdige Darstellung der eigenen Person sein muss. Genauso wie bei der Vermarktung eines Produktes darf ich als Person nicht zu viel versprechen, denn spätestens in der Probezeit (für Angestellte) oder in den ersten Wochen der Abarbeitung eines Projektes (bei Selbstständigen) zeigt sich, wie leistungsfähig man wirklich ist. Hat man die Erwartung seitens der Vorgesetzten bzw. des Auftraggebers zu sehr angeheizt, so kann dies in einer grandiosen Bauchlandung enden. Die Entwicklung einer Personenmarke ist daher für mich nicht die übertriebene Darstellung einer nicht vorhandenen Leistungsfähigkeit. Man kann sich jetzt hinsetzen, in grenzenlose Traurigkeit versinken und feststellen, dass man vielleicht selbst keine Personenmarke ist bzw. aufbauen kann. Oder man kann sich aktiv mit den verschiedenen Komponenten der eigenen Leistungsfähigkeit befassen und damit intelligent Persönlichkeitsentwicklung gezielt betreiben.

Nachdem ich momentan die erste Runde VHB-Kurs-Feinschliff beginne, möchte ich auch gleichzeitig ein paar Ergänzungen zu meinen Überlegungen auf diesem Blog publizieren. Im wesentlichen werden die nächsten paar Beiträge sich um die folgenden Themen drehen:

  • Welchen Einfluss hat meine eigene Persönlichkeit auf meine Vermarktung und wie kann ich gezielt an meiner eigenen Persönlichkeit arbeiten?
  • Wie kann ich gezielt das richtige Know-how, die richtigen Skills und Kompetenzen identifizieren, die ich für bestimmte Jobprofile bzw. für bestimmte Kunden benötige. Für mich der unabdingbare Kern einer jeden Personenmarke.
  • Wie kann ich meine Überlegungen, Pläne und Gedanken ganz konkret in Aktivitäten umsetzen, die mich deutlich vom Wettbewerb unterscheiden?
  • Wie kann ich gezielt das was ich mache, geschickt verpacken?

Es wird spannend, stay tuned.

Mehr zu diesem Thema…

Wintersemester 2019/2020, Rückblick auf den Besuch bei Hilti. Teil 2: die fachliche Basis.

Die Faszination der Hilti-Geräte…

Willkommen zum Teil 2 meines Rückblicks auf den Besuch bei der Firma Hilti (Teil 1 findet sich hier). Die Vorbereitungen zum Besuch beginnen bereits in der ersten Woche des Semesters und zwar in Form einer ganz einfachen, seminaristischen Aufbereitung meines Autohändlerprojektes aus den Jahren 2008-2011, veröffentlicht im Jahr 2013. Der Ablauf dieser Vorlesung ist relativ schnell erklärt: ich präsentiere mich als potentieller Kunde und die Studierenden sollen sich in die Rolle eines Automobilverkäufers versetzen und von mir möglichst viele Informationen bekommen, um erfolgreich einen Verkaufsabschluss zu tätigen. Der wichtigste Lerneffekt am Ende dieser allerersten Runde ist die Erkenntnis, dass ein erfolgreicher Verkäufer mit gezielten, idealerweise offenen Fragen aktiv das Gespräch steuert und nicht sich reaktiv vom Kunden vor sich her treiben lässt oder – im schlimmsten Falle – den Kunden mit einem Monolog Tod redet bzw. überfordert.

Dies wäre aber etwas wenig Stoff und eine unzureichende Vorbereitung für ein Verkaufsgespräch. Ich versuche in den weiteren Vorlesungseinheiten zwei wichtige Instrumente genauer zu betrachten und in Form eines Rückblicks auf die erste Verkaufssituation zu vertiefen: die Spin-Fragetechniken und den Harvard-Verhandlungsansatz.

Die Ergebnisse meiner Autohändlerstudie zeigten ganz deutlich, dass der größte Teil der Automobilverkäufer diese beiden Grundpfeiler eines Verkaufsgesprächs nich beherrschte. Sie waren damit nicht in der Lage, ein Gespräch zu lenken und zu leiten, geschweige denn die Kundenprobleme/-bedarfe zu identifizieren. Sollten die Studierenden die eben genannten Methoden richtig gut beherrschen, so wären sie deutlich besser als 80%-90% aller Automobilverkäufer. Daher bin ich der Meinung, nicht zu viel Wissen zu transportieren, sondern sich auf die wesentlichsten Sachen zu konzentrieren, die aber richtig gut zu beherrschen.

Corona und der Lagerkoller

Stell dir vor, es ist Semesteranfang und keiner ist da. Ich fand es richtig schade, denn ich habe mich darauf gefreut, dass es am 16. März wieder richtig losgeht. Stattdessen hat nicht nur mir ein obligat intrazellulärer Parasit einen dicken, fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Er er hat praktisch einen Großteil der Welt „On Hold“ gesetzt. Anstatt ein paar spannende Vorlesungen zu halten und mit Studierenden zu diskutieren, beschäftige ich mich momentan mit digitalen Kasperlkram, d. h. ich versuche einen seminaristischen Unterricht durch virtuelle Lehrangebote und digitalisierte Unterlagen zu ersetzen. Was vielleicht in Grundlagenvorlesungen Sinn macht, führt den Grundgedanken eines Schwerpunktes ad absurdum.

Den Rest der Zeit möchte ich nutzen, um einige Zusatzinformationen zu meinem VHB-Kurs Personal Branding zu liefern und den einen oder anderen neuen Aspekt vorstellen, flankierend zu meiner neuen Vorlesung „Skill Management and the Secrets of Personal Branding“ im kommenden (?) Sommersemester. Mit diesen Inhalten kann man sehr produktiv den erzwungenen Stillstand durch Corona zur Optimierung der eigenen Marke nutzen und – wenn die Wirtschaft wieder anläuft – sich hervorragend präsentieren.

Ich werde morgen mit einem Rückblick auf das Wintersemester beginnen und gleichzeitig die verschiedenen Komponenten eines Personal Branding im Vertrieb näher beleuchten. Denn gerade im Vertrieb sollte man sich nachhaltig im Gedächtnis der Kunden und Kontaktpartner verankern. Gleiches gilt auch für jeden Freiberufler. Ich möchte dabei vor allem auch auf die verschiedenen Kompetenzen eingehen, die Basis jeder Personal Brand sein sollten, damit die polierte Außenwirkung nicht relativ schnell beim ersten Kontakt in sich zusammen fällt.

Viel Spaß beim Lesen. Stay tuned.

Mehr zu diesem Thema…

Mixcon 2020 – die Geheimnisse des Personal Branding in Kurzform.

Mixcon 2020
mixcon 2020

Am Samstag um 13:30 Uhr war es soweit. Ich hatte vor, ein neues Kapitel in meiner beruflichen Laufbahn aufzuschlagen und zwar die Kombination von Djing und Personal Branding. Zugegeben, ich war ziemlich nervös. Denn es ist schon etwas anderes, wenn man ein Thema schon einige Male präsentiert hat und relativ gut weiß, was auf ihn zukommt oder wenn man komplettes Neuland betritt.

So ähnlich fühlten sich für mich die jeweils ersten Auftritte in den verschiedenen Clubs an. Man weiß nie, wie das Publikum unterwegs ist, ob der eigene Sound ankommt, etc. Aber es hat hervorragend funktioniert. Richtig überrascht war ich aber dann von der Menge der Leute, die sich nach meinem Vortrag mit mir noch über die Problematik der Namensgebung bei DJs, die Optimierung des eigenen Instagram-Accounts, Alleinstellungsmerkmale und noch vieles mehr unterhalten wollten. Es gibt für mich kein schöneres Feedback als eine intensive Diskussion mit dem Publikum nach der Präsentation.

Nachdem ich anschließend noch meinen Instagram- und meinen Facebook-Account kurz überflogen habe, war ich dann richtig glücklich. Viele neue Follower und einige ausgesprochen positive Kommentare. Liebes Publikum, ihr wart großartig!

Ich werde in der nächsten Zeit in Form von einigen Beiträgen einige der Fragen noch mal aufgreifen und genauer beantworten. Die Themen sind nicht nur für DJs interessant, sondern prinzipiell für jeden, der sich mit Personal Branding befasst. Wie versprochen gibt es die Präsentation vom Samstag als PDF-Datei zum Download.

Guten Start in die Woche, stay tuned.

Warum eigentlich Personal Branding? Teil 2, was bringt es mir eigentlich?

Wenn man sich wirklich ernsthaft mit der eigenen Marke beschäftigt, dann kann dies relativ schnell in Arbeit ausarten. Deswegen ist die Frage durchaus berechtigt, warum man diesen Aufwand spendieren soll. Morgen werde ich zum allerersten Mal meinen selbst entwickelten Ansatzes einem größeren Publikum vorstellen, auf der mixcon 2020, die Zielgruppe sind DJs, die eventuell davon träumen berühmt zu werden. Ich habe mir den Spaß gegönnt, und die grundlegende Problematik in der folgenden Grafik dargestellt.

Too many DJs?
Too many DJs?

Das große Problem der meisten DJs ist die Austauschbarkeit der angebotenen Leistung in Kombination mit der Tatsache, dass ich inzwischen von jedem Baum mindestens 5 DJs herunterschütteln kann. Dies gilt auch in gleicher Art und Weise für viele Freiberufler, die meisten Leistungen sind vergleichbar. Eine starke Personenmarke, die den Träger attraktiv und begehrenswert macht, ist der geradlinige Weg aus der Belanglosigkeit und damit der Schlüssel zum Erfolg. Soweit so gut, aber ist die Beschäftigung mit dieser Thematik auch für Angestellte interessant?

Warum eigentlich Personal Branding? Teil 1, was ist eigentlich eine Personenmarke?

Dies ist keine rhetorische Frage, ganz im Gegenteil. Genauso wie bei vielen anderen Themengebieten, die sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft diskutiert werden, gibt es leider keine einheitliche Definition. Tasten wir uns doch mal ganz langsam von verschiedenen Seiten her an dem Begriffsinhalt heran und wildern ganz frech in den Gefilden der klassischen Markentheoretiker. Wenn diese von einer Marke sprechen, dann meinen sie in erster Linie ein künstliches Konstrukt, mit dem bei einer Zielgruppe eine entsprechende Wahrnehmung mit Handlungsrelevanz erzeugt werden soll. In einfachen Worten: es soll jedem bekannt sein, jeder soll es wahnsinnig toll finden und es auf jeden Fall haben wollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, spendieren Großkonzerne sehr viel Geld, Hirnschmalz und Kreativität. Diese Ressourcen stehen leider natürlichen Personen ganz selten zur Verfügung. Wie kann man dies auf eine natürliche Person übertragen? Vor ca. 2 Jahren hätte ich Ähnlichkeiten bei der Vorgehensweise eher nicht gesehen, jedoch im Rahmen der Entwicklung meines VHB-Kurses ist mir klar geworden, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt. Warum? Ganz einfach, die wenigsten Leute möchten die unangenehmen und dunklen Seiten der eigenen Persönlichkeit einer breiten Öffentlichkeit kommunizieren. Ganz im Gegenteil, die meisten wollen in einer gewissen Art und Weise wahrgenommen werden. Und damit sind wir bei einer reduzierten und eventuell fokussierten Darstellung der eigenen Persönlichkeit. Eine Personenmarke ist daher die bewusst gestaltete (und fokussierte) Außenwirkung einer natürlichen Person mit dem Ziel, für die verschiedenen Zielgruppen (Kunden, Fans, Arbeitgeber, Vorgesetzte, etc.) attraktiv/begehrenswert zu werden.

Der einzige wirkliche Unterschied besteht darin, dass sich manche Personenmarken vollkommen ohne Zutun der jeweiligen Person entwickeln (einfach weil diese so sind, wie sie eben sind) und trotzdem einen positiven Eindruck bei den Zielgruppen hinterlassen. Produkt-/Firmenmarken dagegen gehen mit großer Wahrscheinlichkeit ohne die notwendige Hege und Pflege einfach sang und klanglos unter.
Damit Schluss für heute. Ich mache mich jetzt wieder an die Vorbereitung meines Vortrags auf der mixcon am Samstag diese Woche.

Stay tuned. Mehr zu diesem Thema…