Wie wirkt Productplacement? Positiv? Negativ? Gar nicht?

Bachelorarbeit Sandra SchenkelGenau diese Fragen versuchte Frau Sandra Schenkel in ihrer Bachelorarbeit zu beantworten und – dies sei vorweggenommen – ist dir sehr gut gelungen. Wie immer ist auch diese Abschlussarbeit eine empirische Arbeit, verbunden mit großen Herausforderungen: entwickelt man einen generischen Fragebogen, der das Thema gewissermaßen im Überflug behandelt, leidet die Aussagefähigkeit. Wählt man andererseits ein paar Beispiele, so läuft man Gefahr, den Blick fürs große Ganze
zu verlieren. Vor genau dieser Herausforderung stand die Studentin zu Beginn ihrer Arbeit und die Wahl der Forschungsmethode fiel auf Tiefeninterviews, die anhand zweier verschiedener Filmausschnitte mit einer gehörigen Portion Productplacement, die zusammen mit den Interviewpartnern angesehen wurden. Die Ergebnisse waren auch Weiterlesen

Wieder ein Produkt, auf das die ganze Welt gewartet hat: der Pfannkuchendrucker

PfannkuchendruckerTreue Leser meines Blogs wissen, dass die Firma Pro Idee für mich eine unerschöpfliche Quelle von Produkten ist, die entweder Kopfschütteln, Verwunderung oder einen Lachanfall auslösen. Daher habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut, als mir vor zwei Wochen der aktuelle Katalog ins Haus geflattert ist. Ich habe festgestellt, dass gleich auf der Titelseite ein Produkt präsentiert wird, ohne dass ich garantiert nicht mehr leben kann: den Pfannkuchendrucker. Was für eine Bombenidee für Leute, die definitiv nicht wissen, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen und garantiert schon alles haben, wie zum Beispiel den vollautomatischen Rückenkratzer, den Haarschneideautomaten und den Hunde-Gassi-Geh-Roboter. Die Präsentation im Heft ist überzeugend, denn Pfannkuchen backen war gestern, heute drucken die Trendsetter. Eigentlich ganz geschickt positioniert. Sorgt garantiert für den nächsten Hingucker auf der nächsten Hipster-Fete (aber nicht die Barthaare in den Teig oder auf den Drucker fallen lassen).

Noch überzeugender ist die Aussage, dass man das Gerät nur noch aufheizen, den Teig in die Kartusche füllen und starten muss. Den Rest erledigt die intelligente Elektronik allein. D.h., ich muss also gar keine Formen selbst entwickeln, das nimmt mir das Gerät alles ab; wahrscheinlich auch noch das Denken und die Vorbereitung der Vorlesungen.

Liebe Leser, warum noch warten? Stay tuned.

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When life gets annoying, risk it. Oder der Weg von Traktor Pro/S4 zu den CDJs

CD Spieler, CDJs und MixerLieber Leser, sicher kennen Sie das Gefühl, wenn einem irgendwas so auf die Nerven geht, dass eine Änderung angebracht ist. Mir ist es Anfang Oktober so gegangen, kurz vor dem letzten Gig im Café Holler. Ich musste wieder mal meinen Controller in den Rucksack packen, dann die ganzen CD-Player verrücken, damit das gute Ding genügend Platz hat. Dann waren auch noch zu wenig Steckdosen da und dann war das Kabel zu kurz und so weiter und sofort. Trotzdem war es eines der besten Sets in meiner ganzen DJ-Laufbahn. Im Nachgang zu diesem ganzen Bauchweh reifte dann letztendlich die Entscheidung, auf CD Player umzusteigen. Dass ich irgendwann mal auf Vinyl umsteigen werde, halte ich persönlich für unwahrscheinlich, denn ich war so froh als ich meine letzten Plattenspieler zum Elektroschrott bringen konnte und endlich dieses doofe Geknackse der Schallplatten ad acta legen konnte und meine ganze Musik inzwischen nur noch auf dem Server liegt.

In einigen kleinen, folgenden Beiträgen gönne ich mir einen kurzen Schwenk in Richtung Produktmanagement und vor allem in Richtung Usability der Traktor-Software, denn die Unzulänglichkeiten dieser Software waren letztendlich der Hauptgrund dafür, dass sich trotz der Riesenmöglichkeiten der Kombination aus Controller und Software den Rücken kehren werde und in der Zukunft nur noch mit 2-3 USB-Sticks unterwegs bin.

An dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön für das Ausleihen der CDJs/Mixer an Charnaux (Aufbau siehe Foto). Nach einigen Flüchen und verzweifelten Minuten klappt der neue Workflow inzwischen ganz gut.

Stay tuned.

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Auf der Suche nach dem besonderen Extra für das Wohnzimmer? Der Klo-Rollen-Baum ist das ideale Weihnachtsgeschenk!

Klo-Rollen-BaumIn einer meiner Lieblingszeitschriften, der Villa P. von der Firma Pro Idee, habe ich wieder eine Granatenidee für die Wohnzimmerdekoration gefunden. Die Idee ist wirklich bombig, denn die Wandskulptur nimmt dekorativ bis zu 14 Rollen Klopapier auf. Sollte das Klopapier einmal ausgehen, kann man auch einen Kinderanorak hinhängen und diesen benutzen. Der nächste Schritt ist dann, dass die Kloschüssel von der Toilette ins Wohnzimmer verlegt wird, denn diese Porzellanskulptur passt dann hervorragend zur Wandskulptur. Und man kann zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen, während dessen (Sie wissen schon) Fernsehen, Zeitung lesen oder ähnliches. Aus dem Klo wird dann eine Abstellkammer und damit ist das Haus bzw. die Wohnung viel effizienter Weiterlesen

Der i-MiEV – oder wie einfach die Suche nach dem Markennamen in die Hose gehen kann

branding-imiefEigentlich erübrigt sich jeder Kommentar. Riecht das Auto schlecht? Oder ist der Mief aus den Elektro-Antriebs-Entwicklungsabteilungen gemeint?

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Bosch Akkuschrauber – beabsichtigte oder unbeabsichtigte Obsoleszenz?

Frankreich bestraft zukünftig die absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten – dieser Artikel ist mir letztes Wochenende wieder eingefallen, als ich ein gutes Beispiel im eigenen Haushalt entdeckt habe. Kurz zur Geschichte: als ich letztes Wochenende meinen Akkuschrauber wieder benutzen wollte, fiel mir auf, dass er erst mit einiger Verzögerung seine Arbeit aufnahm. Für mich machte er den Eindruck, als ob der Akku kaputt wäre. Als technisch begabter Theoretiker (ein Widerspruch in sich?) nahm ich mir einen Schraubenzieher und zerlegte kurzerhand das Gerät, um einen Ersatzakku zu bestellen.

Nach kurzer Zeit entdeckte ich, dass das Gerät einwandfrei funktioniert, wenn man an eine ganz bestimmte Stelle drückt. Also doch nicht der Akku? Nach einigen Herumprobieren stellte ich fest, dass jedes Mal, wenn das Gerät eingeschaltet wurde, der Motor eine Bewegung nach oben machte (siehe Abbildung unten, gelber Pfeil). Dadurch bewegte sich natürlich jedes Mal die Lötstelle (blauer Pfeil), mit dem Ergebnis, dass sich diese im Verlauf der Zeit lockerte. Daher schnell den Lötkolben geholt und das Kabel nochmal an gelötet. Die ganze Geschichte hat mich insgesamt 2 Stunden basteln, etwas fluchen und forschen gekostet, aber ich habe mir nicht nur ein neues Gerät sondern auch den Akku für das alte Gerät gespart. Der Akku war nämlich noch einwandfrei in Ordnung. Und jetzt kommt die alles entscheidende Frage: war dies eine geplante Obsoleszenz oder einfach nur Dummheit der Entwickler?

bosch-akkuschrauber-pfeile

Wären wir in Frankreich, könnte ich Bosch jetzt vor das Gericht zerren  und mich für die vielen Flüche rächen, die mir beim Reparieren entfleucht sind. Aber spinnen wir diesen Gedanken einmal weiter. Ist der Update auf ein neues Betriebssystem, der beispielsweise mein armes iPhone 4 definitiv zum alten Produkt machte, eine geplante Obsoleszenz, die bestraft werden soll? Interessante Fragen, die ich definitiv heute nicht beantworten werde, aber wer Lust hat, kann einen Kommentar abgeben.

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Wer ist der Gewinner? Samsung vs. Apple vs. IKEA?

In der letzten Zeit sind mir zwei sehr interessante Parodien zu den typischen Apple-Produktpräsentationen über den Weg gelaufen. Die erste wurde von Samsung produziert und nahm die Apple-Keynote kräftig auf die Schippe. Angefangen von dem Desaster mit dem Livestream bis hin zu den Produktneuheiten, die als ganz alte Kamellen entlarvt wurden. Beispielsweise wurde die Bildschirmgröße der beiden neuen iPhones ganz einfach kommentiert: alle anderen Handys haben bereits große Bildschirme, was ist daran neu? In gewisser Weise hört sich das ganze nach einer Mischung aus beleidigter Leberwurst und „Habe ich doch schon viel, viel länger…“. Hier das Video:

Ganz anders die Präsentation des neuen Ikea-Katalogs (Danke Mimi Strohm). Hier das Video:

Im Gegensatz zur hämischen Darstellung des Apple-Konkurrenten Samsung bedient sich Ikea ganz unverschämt nicht nur bei den Stilmitteln von Apple, sondern verwendet die Argumente fast 1 zu 1 für ihren Katalog. Dies wirkt alleine schon deswegen sympathischer, weil es in gewisser Weise eine Hommage an die Art und Weise der Apple-Markenführung ist. Der Spot ist einfach viel, viel sympathischer. Und nun mal ganz kurz nachgedacht: was wird in der schönen neuen Welt des viralen Marketing intensiver geteilt? Am Sonntag waren die You-Tube-Werte:

  • Samsung >2,7 Mio. Zuschauer
  • IKEA: >11,7 Mio Zuschauer

Noch Fragen? :-)

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Wie der richtige Pfad zum erfolgreichen Software-Produkt aussieht!

Martina MüllerNachdem ich die vorliegende Bachelorarbeit von Frau Martina Müller fertig durchgelesen habe ist mir genau dieser Satz als Zusammenfassung für die außerordentliche Leistung der Studentin eingefallen. Was war die Aufgabe? Ein Software-Tool einer kleinen Agentur hinsichtlich optimaler Kundenorientierung und Anwendbarkeit zu überprüfen, eventuelle neue Kundenwünsche aufzunehmen und zu bewerten, methodisch und strukturiert die Prioritäten für die nächsten wie dieses abzuleiten.

Frau Müller hat sich in äußerst strukturierter Art und Weise in eine Thematik eingearbeitet, die normalerweise nur von Software-Nerds angepackt wird. Alleine dies ist schon eine Leistung. Aber dafür kommt man noch lange nicht in die Hall of Fame. Was mich persönlich beeindruckt hat, ist die methodisch sehr saubere, quantitative Erfassung der Kundenanforderungen,  der Zufriedenheit der Anwender mit dem Produkt und die darauf aufbauende Ableitung der verschiedenen Kundenanforderungen. Diese Informationen bildeten jedoch nur die Eingangsparameter für den Aufbau einer QFD-Matrix zur quantitativen Ermittlung der zukünftigen Erfolgsfaktoren aus Sicht der Kunden und Anwender. Alles sehr strukturiert und zielorientiert. Eine tolle Leistung, willkommen in der Hall of Fame.

Über welches Thema haben Sie geschrieben?

Das Thema meiner Arbeit war eine Anforderungsanalyse für eine Software zur Einholung von Kundenfeedback und Organisation von Verleihprozessen. Dies habe ich anhand eines konkreten Beispiels aus der Firma dargestellt.

Wie kam Ihnen die Idee für diese Arbeit? Weiterlesen

Ich liebe mein Produkt – Ansatzpunkte für Unternehmen, um emotionale Beziehungen zu Produkten zu optimieren.

hof_strohmIch liebe mein Produkt, eine solch intensive Beziehung wünscht sich jeder Hersteller von Konsumgütern. In den letzten Jahren bin ich immer wieder über die Fragestellung gestolpert, wie Unternehmen solche Liebesbeziehungen aktiv gestalten können. Die Abschlussarbeit von Frau Strom ist eine sehr gelungene, empirische Untersuchung dieser Mechanismen. Ich persönlich erachte diese Arbeit als einen sehr guten Schritt in die richtige Richtung, um in der Zukunft dem Produktmanager Werkzeuge an die Hand zu geben, wie sie ihre eigenen Produkte erfolgreicher machen können. Willkommen in der Hall of Fame.

Was waren die wichtigsten Inhalte/ Erkenntnisse?

Das Ziel meiner Bachelorarbeit war es, die 10 wichtigsten Einflussfaktoren für die Emotionalisierung von Produkten aus Kundensicht festzulegen. Daher beschäftigte sich meine Bachelorarbeit mit der Herausforderung, dass reine Bedürfnisbefriedigung längst kein Thema mehr für Unternehmen ist und im Marketing als Element der Kommunikation daher vollkommen ausscheidet. Die Erfüllung von Bedürfnissen des Konsumenten ist grundlegende Voraussetzung für Unternehmen zur Teilnahme am Wettbewerb. Der wichtigste Differenzierungsfaktor für Kunden sind heute seine Emotionen. Die Fragestellung war also letztendlich, wie es im Marketing möglich ist, die Emotionen der Kunden gezielt anzusprechen und beständige Beziehungen zwischen Weiterlesen

Dicke Eier bei Dickmann – Produkt ja, Rechtsstreit nein.

Rechtzeitig zu Ostern noch eine sehr nette Werbeidee der Firma Dickmann: die dicken Eier. Ich bin beim einkaufen über die Box auf dem folgenden Foto gestolpert und konnte mir nur mit Mühe und Not im Laden das Grinsen verkneifen. Jeder Betrachter mag sich seinen eigenen Teil dazu denken.

dickmanns

Interessant ist auch, dass diese Werbung ein gerichtliches Scharmützel zwischen einer Werbeagentur und der Firma Dickmann zur Folge hatte. Hier der Artikel von Spiegel Online (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/dickmann-s-dicke-eier-duerfen-weiter-verkauft-werden-a-908195.html):

„Düsseldorf – Was unterscheidet Eier voneinander – mit dieser Frage mussten sich die Richter am Landgericht Düsseldorf im Streitfall zwischen der Firma Storck und einer Werbeagentur zuletzt befassen. Ihr Urteil: Die eiförmigen Schokoküsse der Marke Dickmann’s sind anders als die einer Werbeagentur aus Münster und damit kein Plagiat. Nun dürfen sie weiter verkauft werden.

Die Firma Storck hatte Schokoküsse in Eiform auf den Markt gebracht. Daraufhin hatte die Werbeagentur aus Münster geklagt: Sie habe die Ei-Form als Design entwickelt, schützen lassen und Storck dann vorgestellt – deren „Dicke Eier“ seien Nachahmerprodukte.

Das sah das Gericht anders: Das Storck-Ei sei etwas gedrungener und weiche vom geschützten Design der Werbeagentur ausreichend ab.“

Frohe Ostern!

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