Ein paar Impressionen aus Jodel zum Beitrag des Bayerischen Rundfunks über den Studiengang Tourismusmanagement an der technischen Hochschule Deggendorf.

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Diese Galerie enthält 8 Fotos.

Ergänzungen zu meinen letzten Beiträgen (#1, #2). Diesmal ohne Kommentar. Ansehen und schmunzeln. Stay tuned und schönes Wochenende. Mehr zu diesem Thema…

Wie wirksam beeinflussen Health-Apps das Verhalten der Kunden? Die Masterarbeit von Vera Digner Romeiro

Würdigung der Masterarbeit von Frau Digner mit einem Platz in der Hall of Fame von Professor Dr. Christian ZichDass sich in der Hall of Fame nur diejenigen Arbeiten wiederfinden, die eine sehr gute Benotung mit einem innovativen, herausfordernden Thema kombinieren, sollte jedem Leser meines Blogs inzwischen klar sein. Trotzdem gibt es immer wieder Arbeiten, bei denen ich noch einiges dazu lerne. Die Arbeit von Frau Digner war so ein Exemplar. Als ich mit dem Durchlesen fertig war, war ich begeistert. Warum?

1. Es wagen sich nur sehr wenig Studenten an das Thema Produktdesign/Requirements Engineering. Der überwiegende Teil meiner Abschlussarbeiten beschäftigt sich mit Vertriebs- oder Werbethemen. Frau Digner dagegen hatte die Idee, sich die Funktionalitäten von verschiedenen Health-Apps anzusehen und sie anhand von verschiedenen Kategorien stringent aus Kundensicht zu bewerten.

2. Der exzellente Theorieteil. Viel schreiben kann jeder, auf den Punkt bringen nicht mehr so viele. Frau Digner hat es geschafft, in ihrem Theorieteil nicht nur einen umfassenden Überblick über die aktuellen Theorien zur Akzeptanz von Technologien zu geben, sondern diesen auch mit der Veränderung der Einstellungen zu Gesundheit zu verbinden. Eine hervorragende theoretische Basis.

3. Der eigene, überzeugende Ansatz zur strukturierten Bewertung der verschiedenen Apps. Stringent und logisch auf den exzellenten Theorieteil aufgebaut, entwickelte Frau Digner verschiedene Dimensionen, anhand derer sie die Apps bewertete. Diesen Ansatz untermauerte sie noch einmal mit einer fundierten theoretischen Basis.

4. Die empirische Umsetzung. Mit der ganzen Vorarbeit in den 1. 3 Punkten gelang es Frau Digner, die Apps objektivierbar aus Kundensicht zu bewerten, Vorteile und Defizite klar herauszuarbeiten.

Aufgrund dieser außerordentlich guten Leistung gab es nur einen vernünftigen Abschluss: einen Platz in der Hall of Fame. Willkommen Frau Digner und danke für die tolle Arbeit.

Hier das Interview mit Frau Digner Romeiro:

Z: Was waren die wichtigsten Inhalte/Erkenntnisse?

DIGNER: Personally, I think that one of the most important content in this study was the analysis of the twelve different health applications. This analysis was not solely based on my own biases, but was also supported by different theories of human behavior change e.g. Social Cognitive Theory, Health Belief Model. Herein, the reader could have an easy insight into how users of health applications tend to react to certain stimuli. That is, what features in health applications could possibly give a great Weiterlesen

Die Innenstadt der Zukunft – langweilig, öde und leer? Teil 3.

Die Spannung hat ein Ende, heute wage ich mich an die Auflösung der Frage, wie Innenstädte der Zukunft aussehen sollten. Lassen wir noch einmal kurz den zweiten Teil meiner Reihe in einem Satz Revue passieren: das Kaufverhalten hat sich über die Jahre hinweg durch das Internet so verändert, dass die einfache Bereitstellung von Waren in Form von stationären Einzelhandelsgeschäften nicht mehr ausreichend ist, um einer Verödung der Innenstädte entgegenzuwirken. Was kann man dagegen tun?

Indem man zuerst begreift, dass Einkaufen ein Teil der Freizeitgestaltung ist und daher deutlich über das vielbeschworene Einkaufserlebnis hinausgeht. Anders formuliert, die notwendigen Käufe kann ich auch im Internet erledigen, es muss ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden, dass ich mich von der Couch weg bewege, das Smartphone/Tablet beiseite lege und in die Stadt gehe. Ich brauch ein Freizeiterlebnis, nicht nur ein Einkaufserlebnis!

Sieht man sich die aktuellen Forschungsergebnisse der amerikanischen Psychologieprofessorin Jean M. Twenge (siehe Artikel) und die Ergebnisse Weiterlesen

Die Innenstadt der Zukunft – langweilig, öde und leer? Teil 2.

Um der versprochenen Lösung (siehe Teil 1 gestern) näherzukommen, müssen uns etwas genauer die Veränderung des Kaufverhaltens ansehen. Um die Sache etwas zu vereinfachen, habe ich mich natürlich selber gefragt, warum früher das shoppen in Regensburg vor fast 2 Dekaden deutlich kurzweiliger, erfolgreicher und spannender war. Sehen wir uns doch die folgenden 4 Beispiele an:

  1. Bücher. Obwohl vor 2 Dekaden Amazon auch schon existierte, war es doch immer eine große Freude, sich die Freizeitlektüre in einem Buchgeschäft anzusehen, in den Büchern herum zu schmökern, etc. Heute lade ich mir Leseproben auf meinen kindle.
  2. Musik. Früher, als man Musik noch auf CDs verkaufte, hatte ich immer viel zu wenig Zeit, um mich durch das Angebot durchzuarbeiten. Jetzt sitze ich am Abend auf dem Sofa entspannt vor dem PC und lasse mich durch Beatport und iTunes treiben. Wenn mir der Schnipsel zu kurz ist, höre ich mir den Track auf YouTube ganz an.
  3. Schuhe und Klamotten. Mit dem Aussterben der Krawattenträger ging mein Bedarf an Business-Klamotten auch ganz drastisch zurück und außerdem habe ich in Regensburg noch nie etwas gefunden. Bei Freizeitklamotten lass ich mich im Ingolstadt Village überraschen, was in meiner Größe da ist und was gerade On Sale ist. Selbst Laufschuhe kaufe ich mir inzwischen mit einer entsprechenden Vorbereitung (Blogs, Rezensionen, Testberichte) im Internet. In der Vergangenheit musste ich leider zu oft die Erfahrung machen, dass die meisten Verkäufer in Sportgeschäften noch weniger Ahnung von Laufschuhen hatten als ich selbst. Ich habe inzwischen ein paar Favoriten-Marken, von denen ich weiß, dass sie mir passen und die es im Regelfalle in keinem Standard-Sportgeschäft gibt und auch nur in den wenigsten Spezialgeschäften.
  4. Technik. In diesem Falle ist nicht das Internet schuld, sondern die Verlagerung meiner eigenen Interessenschwerpunkte. Ein iPad, ein Notebook oder ein Smartphone interessiert mich inzwischen überhaupt nicht mehr, mit XDJs, Hardware-Samplern, Synthesizern und DJ-Mixern kann man mich jetzt eher begeistern. So ein Geschäft gab es in der Vergangenheit nicht in Regensburg und wird es mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund der überschaubaren Kundschaft auch in Zukunft nicht geben.

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Die Innenstadt der Zukunft – langweilig, öde und leer?

Letzte Woche habe ich die Gunst der Stunde genutzt und bin mit meiner Frau zum Sushi-Essen, Bummeln und Shoppen nach Regensburg gefahren. Das Sushi war wie immer hervorragend, aber aus dem Bummeln und Shoppen wurde leider nichts. Dies hatte mehrere Gründe:

  • Mein Lieblings-Schreibwaren- und Bürogeschäft hatte mal wieder bis zum 8. Januar geschlossen. Ich war der irrigen Meinung, dass diese Information auf der Homepage zu finden war. Da stand aber nichts. Im Gegenteil, ganz normal geöffnet. Schade, denn im Regelfalle finde ich immer ein Schreibgerät oder irgendein Dingen, dass ich gebrauchen könnte. Also keinen Umsatz für dieses Geschäft.
  • Die Geschäfte in Regensburg können leider hinsichtlich der Sortimentsbreite und -tiefe nicht mit Städten wie München mithalten, geschweige denn mit dem Internet. In München finde ich immer etwas, in Regensburg haben mich nicht einmal die Schaufenster angesprochen. Auch schade.
  • Die Einzelhandelsstruktur in den Innenstädten wird immer langweiliger. In diesem Zusammenhang fällt mir immer der Witz ein, in dem ein Besucher einer Stadt auf die Navigationsapp seines Handys schauen muss, um festzustellen in welcher Stadt er ist, weil überall die gleichen Geschäfte zu finden sind. Leider kann ich mit den meisten einschlägigen Filialisten nicht viel anfangen, ich gehöre leider nicht zur Zielgruppe.

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Wir haben zu wenige richtige THD-Studenten bei uns an der Hochschule!

Ein Instagram-Post der technischen Hochschule DeggendorfLetzte Woche beim Laufen habe ich mir den folgenden Kracher noch einmal ganz kurz zu Gemüt geführt: „Du bist ein richtiger THD-Student wenn du mit jedem niederbayerisch schmatzen kannst ohne fragende Blicke zugeworfen zu bekommen.“Bei näherem Nachdenken hat dieser Kandidat den Ententeich-Spruch auf dem Platz Nummer 2 verwiesen. Warum? Ich habe ihn am Montag zusammen mit den anderen geistigen Höhenflügen aus der Serie „du bist ein richtiger THD-Student“ im Unterricht die Studenten diskutieren lassen, dabei hatten einige der Anwesenden ziemlich interessante Erkenntnisse. Sinngemäß zusammen gefasst: „wenn jemand außerhalb Bayerns dies liest, dann hat derjenige den Eindruck, dass wir keine weltoffene Hochschule sind, sondern lauter Dummköpfe aus einem niederbayerischen Bauerndorf.“

Und wieder habe ich mir die Frage gestellt, was sich der Verfasser dieser Zeilen gedacht hat. Alleine der Ausdruck „schmatzen“ ist außerhalb Niederbayerns schwer zu verstehen. In meiner Allgäuer Heimat (gehört übrigens auch zu Bayern) würde dies keiner der Einheimischen verstehen, schon erst recht nicht im Rest von Deutschland. Weiterlesen

Pirates. Jo. Ho. Was haben Piraten mit sozialen Netzwerken, Markenführung und Guerilla-Kampagnen zu tun?

Studierende der technischen Hochschule Deggendorf bei der Präsentation eines Praxisprojektes.Tja, die Antwort ist relativ einfach. Diese Semester konnte ich die American Football Mannschaft Passau Pirates für ein semesterbegleitendes Praxisprojekt gewinnen. Die Aufgabe für die Studierenden definierten wir Ende September in ein paar kleinen Runden relativ schnell: den Markenkern schärfen und für Instagram/Facebook und für eine Guerillakampagne kreative Ideen entwickeln, die den Pirates mehr Fans, Sponsoren und Publicity bringen. Vorgestern, am Montag den 18. Dezember 2017, war dann der große Tag. 5 Teams präsentierten ihre Ergebnisse.

Ich könnte es jetzt kurz machen und genau das sagen, was ich schon vielen Kollegen erzählt habe: ich war rundherum begeistert vom hohen Leistungsniveau, von den kreativen Ergebnissen und der überzeugenden Präsentation. Meine Damen, meine Herren, Sie haben nicht nur sehr viel für das Image der Technischen Hochschule Deggendorf getan, Sie haben sich auch selber übertroffen. Ich bin stolz auf Sie.

Die 5 Teams entwickelten Ideen, wie man den zukünftigen Fans American Football näher bringt, wie man auf witzige und kreative Art und Weise in Facebook und in Weiterlesen

Peinlich, peinlich, peinlich! Wie unsere Hochschule sich selbst ad absurdum führt.

Ein Post auf dem Instagram-Account der technischen Hochschule DeggendorfIn den letzten 18 Jahren, die ich an dieser Hochschule verbracht habe, war mir mein Arbeitgeber nie peinlich. Bis zum 29. November 2017. Da fand ich aus der Serie „du bist ein richtiger THD-Student wenn …“ einen Post, der diese Peinlichkeit entstehen ließ. Dort war folgendes zu lesen: du bist ein richtiger THD-Student wenn du den Ententeich interessanter findest als die Vorlesungen im B004 Hörsaal“. Ja, liebe Leser, ein Post auf unserer offiziellen Instagram-Seite, nicht eine besonders witzige Idee eines Studenten auf Jodel oder auf einem privaten Facebook-Account.

Dieser Post läuft zweifelsohne unter der großen Überschrift „egal, ob ich mich selber ad absurdum führe, Hauptsache ein blöder, gewalt-witziger Spruch“. Wenn der Verfasser dieses dämlichen Spruches nur einmal 5 Minuten nachgedacht hätte, so wäre er vielleicht auf die Idee gekommen, dass er damit unseren ganzen Bildungsbetrieb auf den Arm nimmt. Dahinter versteckt sich doch in gewisser Weise die Bestätigung für alle Studenten, die keinen Bock zum Lernen haben, dass der Ententeich viel interessanter ist, als das, was die Professoren im Hörsaal vorturnen. Gewissermaßen eine Verballhornung aus den eigenen Reihen. Im Militärjargon würde man so etwas friendly fire nennen. Könnte auch unter dem Motto laufen: bevor uns die anderen abschießen, machen wir das lieber selbst.

Darüber hinaus schadet dieser Spruch dem Image der technischen Hochschule Deggendorf doch ganz nachhaltig. Ich habe keine Ahnung, ob dem Verfasser klar ist, Weiterlesen

Feedback zu meinem Vortrag letzte Woche auf dem mobile.de-Event in Würzburg.

Vortrag von Professor Dr. Christian ZichLetzte Woche wurde ich in einer Vorlesung darauf hingewiesen, dass Eigenlob nicht opportun ist. Meine Antwort darauf war, dass es eine haarscharfe Grenze zwischen Eigenlob und Werbung gibt. Heute spare ich mir Werbung in eigener Sache und verlinke einfach zum Originalartikel auf der Online-Seite der Zeitschrift kfz-betrieb.

„Autohäuser sind unverzichtbare Infrastruktur“

Vielen herzlichen Dank für die tolle Zusammenfassung meines Vortrags, für die Einladung zum Vortrag und für die absolut perfekte Organisation. Ein großes Dankeschön geht an das Publikum. Sie waren toll.

Stay tuned. Jetzt gibt es wieder mehr, die Stressphase geht dem Ende zu.

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Was ist ein fairer Deal?

Morgen ist es wieder soweit. Es ist mal wieder eine Marketing4.0-Premiere angesagt, denn ich darf in Würzburg neue Einsichten in die Gestaltung von Onlineplattformen zum Besten geben. Der Titel meines Vortrags lautet: Was ist ein fairer Deal? Welche Faktoren für Autokäufer bei der Wahl eines Händlers ausschlaggebend sind.

Was werde ich morgen erzählen? Hier die Kurzfassung des Inhalts:
Kaufen Kunden am Ende tatsächlich nur bei dem Händler, der im Internet den günstigsten Preis bietet? Autohäuser, die auf dieser Grundlage agieren, stecken in der Preisfalle. Dabei gibt es für Händler Möglichkeiten, sich diesem Wettrennen zu entziehen. Der Marketingprofessor Christian Zich ist mit einer umfassenden Untersuchung der Frage auf den Grund gegangen, wie Verbraucher im Internet Kaufentscheidungen treffen. Sie verbringen online viele Stunden mit der Informationsbeschaffung zu anstehenden Investitionen – und vergleichen.

Ergebnis der Untersuchung: Ein wirtschaftliches Problem für den einzelnen Händler ist es, wenn er auf seiner Internetseite die gleichen Inhalte bietet wie alle anderen. In diesem Wettbewerb gewinnt oft tatsächlich der Günstigste. Wie kann eine Gegenstrategie aussehen? Autohändler müssen potenziellen Käufern neben dem Preis Entscheidungskriterien bieten, die deren Erwartungen entsprechen. Die meisten Internetauftritte liefern solche Kriterien aber nicht. Die Websites verkaufen also nicht, sondern stellen Kunden bestenfalls nur Informationen zur Verfügung. Christian Zich zeigt in seinem Vortrag Auswege aus der Preisfalle auf und verdeutlicht, welche Entscheidungskriterien neben dem Preis für Kunden wichtig sind und warum. Er veranschaulicht, wie sich Zielgruppen im Onlinegeschäft pragmatisch abgrenzen und sich für das eigene Angebot gewinnen lassen.

Ich freue mich auf morgen. Stay tuned.

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