Ganz Bayern interessiert sich für die THD. Oder so ähnlich?

TM Mausis und die virale Kraft von Jodel. Ja, liebe Leser meines Blogs, wir (THD) sind spitze. Im Gegensatz zu den anderen Beiträgen aus der gleichen Sendung (siehe Screenshot) gehen die Aufrufe unseres „du-weisst-schon-welches-Videos“ (unser Voldemort-Video – Ups, habe ich es gerade gesagt. Schande über mich. Wenn Snape das wüsste.) durch die Decke. Am Montag ist dieses Video wahrscheinlich das meistgesehene Video in Youtube und die Chinesen haben es als abschreckendes Beispiel allen chinesischen Studenten gezeigt, mit dem Hinweis: seht her, der Westen zerlegt sich gerade selber. Putin bekommt auch Aufwind und Trump freut sich wie ein Schnitzel: es gibt noch Unfähigere als mich. Und alles nur, weil der Küchenjunge (oder der Portier, oder der Hausmeister, oder…) vom BR nicht nachgedacht hat. Darauf ein Cheeeeriooooo. Stay tuned und endgültig ein schönes Wochenende.

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Welche virale Durchschlagskraft haben die TM-Mausis? Und was haben sie mit Leeroy Jenkins zu tun?

Diskussion im sozialen Netzwerk JodelIch war gestern selber überrascht, welches Echo mein Beitrag hervorgerufen hat. Erst mal vielen Dank für viele positive Kommentare und positives Feedback. Und den Vergleich mit Leeroy Jenkins fand ich sogar witzig, allerdings mit dem großen Unterschied, dass ich mit einem Plan losgelaufen bin. Der Plan/die Strategie hinter dem Blog-Artikel ist relativ schnell erklärt und hat sehr viel mit meiner abgrundtiefen Abneigung gegen schlechtes Marketing zu tun. Steigen wir also in meine Hidden Agenda ein. Wie jeder, der etwas über Marketing gehört hat, sicher weiß, es kommt auf die Verpackung von Botschaften an. Und das unterscheidet mich ganz stark von Leeroy Jenkins. Daher an dieser Stelle ein paar Bemerkungen zu meiner Verpackung und warum ich den Beitrag so geschrieben habe, wie ich ihn geschrieben habe:

  1. Das Thema berührt sehr viele Leute emotional und wenn man es in Richtung gemeinschaftlich geteilte Werte lenkt, schafft man ein klares Feindbild, welches sehr viele verschiedene Leute unter einem Dach vereint. In diesem Fall waren auf einmal nicht nur die TM-Studenten gegen den BR, sondern alle anderen auch, denn die eigene Hochschule steht ja dämlich da. In einfacheren Worten: Nichts eint mehr als ein gemeinsamer Feind. Mit diesem Stilmittel kann man hervorragend Aufmerksamkeit und Awareness bündeln.
  2. Das Thema war brandaktuell, daher habe ich meine ganzen Pläne über den Haufen geworfen und einen ungeplanten Blogbeitrag geschrieben, um diesen Schwung zu nutzen. So etwas nennt man Ambush Marketing. Man nutzt die mediale Aufmerksamkeit eines Ereignisses aus, ohne selbst der Urheber zu sein.
  3. Es ist viel einfacher, eine Zielgruppe zu bewegen, wenn man polarisiert. Man setzt sich selbst zwar größerer Kritik aus, löst aber auch gleichzeitig eine intensivere emotionale Reaktion aus.

Nachdem ich nicht nur Marketing unterrichtete, sondern mich im richtigen Leben auch mit dieser Materie beschäftige, werde ich die Ergebnisse der letzten paar Tage in Form eines Cases im Unterricht einbauen. Die Heftigkeit der Diskussion in Jodel zeigt Weiterlesen

Die TM-Mausis und der Mythos Tourismusmanagement. Wie kann ein Beitrag so in die Hose gehen?

Gestern Abend bescherte mir Jodel einen ausgesprochen vergnüglichen Abend. Um 22:00 Uhr, nachdem ich mit dem Korrigieren einer Klausur fertig war, wollte ich mir meine wöchentliche Portion Jodel gönnen und zu meinem Erstaunen entdeckte ich eine ganz heiße Diskussion zu einem aktuellen Beitrag des Bayerischen Rundfunks zum Mythos Tourismusmanagement (siehe Link zum YouTube-Video). Alleine die Diskussion im sozialen Netzwerk brachte mich so zum Lachen wie schon lange nicht mehr. Weiterlesen

Jahresrückblick 2017, Teil 2: Djing als wissenschaftliche Disziplin?

Abschluss des ersten DJ-Kurses an der technischen Hochschule Deggendorf im Café HollerAufmerksame Leser meines Blogs sind sicher im Verlauf der vergangenen 3 Monate über den einen oder anderen Beitrag (siehe Beitrag, Beitrag) zu meinem neuen Fach (Playing, Mixing, Dancing – THD goes DJing) gestolpert. Was sich auf den ersten Rutsch wie eine reine, unwissenschaftliche Spaß-Veranstaltung anhört, entpuppte sich für die meisten Teilnehmer für eine zwar sehr lustige, aber doch technisch anspruchsvolle und damit anstrengende Aufgabe. Warum? Ich hatte ein nettes Erlebnis beim Tag der offenen Tür im Juni diesen Jahres, das dies anschaulich erläutert.

Als Appetizer und Image-Optimierer für unseren – selbstverständlich nur für Außenstehende – langweiligen Fachbereich, bot ich in einem Raum einen kleinen, einstündigen DJ-Kurs an. Zu Beginn eines Slots kam eine Frau in meinem Alter in den Raum, grinste mich an und machte mit der Handfläche die typische Scratching-Bewegung zusammen mit dem belustigend-herablassenden Kommentar: „Hier sehe ich ja sowas in der Richtung“. Nach einem kurzen Adrenalinschub verpackte ich der guten Frau in 3 Minuten mal ganz kurz das Know-how, das jeder DJ beherrschen muss, um beim Publikum nicht durchzufallen. Anschließend bot ich ihr an, wir können doch jetzt etwas üben. Mit einer gewissen Befriedigung bemerkte ich den Schrecken in ihrem Gesicht und ihre anschließenden Worte „jetzt traue ich mich nicht mehr“ waren ein Genuss für mich.

Damit sind die wichtigsten Lehr- und Lerninhalte den Kurs schon abgesteckt: am Ende sollten die Damen und Herren das Beatmatching beherrschen, vernünftige Übergänge Weiterlesen

Jahresrückblick 2017, Teil 1: unser Besuch bei Hilti.

Exkursion zu Hilti Deutschland AG nach KauferingEs ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden, im November nach Kaufering zu Hilti zu fahren, um meinen Studierenden die Möglichkeit zu geben, Vertrieb hautnah und realistisch kennen zu lernen. Der Besuch bei Hilti besteht aus insgesamt 3 verschiedenen Teilen: die Verkaufsgespräche mit zwei Verkaufsleitern, dem Erlebnisteil (das Ausprobieren aller Hilti-Geräte) und der Vorstellung einer globalen, erfolgreichen Vertriebsorganisation.

Nachdem ich in vorangegangenen Artikeln (zum Beispiel 2016) das Konzept schon genauer beschrieben habe, fasse ich mich heute recht kurz und gehe gleich zum Lob an meine Studierenden über. Zusammenfassend bekam ich das Feedback, dass dieser Jahrgang sich am besten von allen vorbereitet hat. Im Klartext heißt dies, dass sich die Studierenden nicht nur das Produkt ON!Track genau angeschaut haben, sondern auch in der Lage waren, die Gesprächsführungs- und Fragetechniken in der doch recht komplexen realistischen Situation zielgerichtet anzuwenden. Darüber hinaus klappte dieses Jahr die Koordination innerhalb der Teams auch sehr gut; jeder kaum zu Wort und die Aufgabenverteilung wurde sehr gut gelöst. Vielen Dank an alle Teilnehmer.

Danken möchte ich vor allem Frau Verena Trischberger für die Vorbereitung, die tolle Weiterlesen

Wir haben zu wenige richtige THD-Studenten bei uns an der Hochschule!

Ein Instagram-Post der technischen Hochschule DeggendorfLetzte Woche beim Laufen habe ich mir den folgenden Kracher noch einmal ganz kurz zu Gemüt geführt: „Du bist ein richtiger THD-Student wenn du mit jedem niederbayerisch schmatzen kannst ohne fragende Blicke zugeworfen zu bekommen.“Bei näherem Nachdenken hat dieser Kandidat den Ententeich-Spruch auf dem Platz Nummer 2 verwiesen. Warum? Ich habe ihn am Montag zusammen mit den anderen geistigen Höhenflügen aus der Serie „du bist ein richtiger THD-Student“ im Unterricht die Studenten diskutieren lassen, dabei hatten einige der Anwesenden ziemlich interessante Erkenntnisse. Sinngemäß zusammen gefasst: „wenn jemand außerhalb Bayerns dies liest, dann hat derjenige den Eindruck, dass wir keine weltoffene Hochschule sind, sondern lauter Dummköpfe aus einem niederbayerischen Bauerndorf.“

Und wieder habe ich mir die Frage gestellt, was sich der Verfasser dieser Zeilen gedacht hat. Alleine der Ausdruck „schmatzen“ ist außerhalb Niederbayerns schwer zu verstehen. In meiner Allgäuer Heimat (gehört übrigens auch zu Bayern) würde dies keiner der Einheimischen verstehen, schon erst recht nicht im Rest von Deutschland. Weiterlesen

Pirates. Jo. Ho. Was haben Piraten mit sozialen Netzwerken, Markenführung und Guerilla-Kampagnen zu tun?

Studierende der technischen Hochschule Deggendorf bei der Präsentation eines Praxisprojektes.Tja, die Antwort ist relativ einfach. Diese Semester konnte ich die American Football Mannschaft Passau Pirates für ein semesterbegleitendes Praxisprojekt gewinnen. Die Aufgabe für die Studierenden definierten wir Ende September in ein paar kleinen Runden relativ schnell: den Markenkern schärfen und für Instagram/Facebook und für eine Guerillakampagne kreative Ideen entwickeln, die den Pirates mehr Fans, Sponsoren und Publicity bringen. Vorgestern, am Montag den 18. Dezember 2017, war dann der große Tag. 5 Teams präsentierten ihre Ergebnisse.

Ich könnte es jetzt kurz machen und genau das sagen, was ich schon vielen Kollegen erzählt habe: ich war rundherum begeistert vom hohen Leistungsniveau, von den kreativen Ergebnissen und der überzeugenden Präsentation. Meine Damen, meine Herren, Sie haben nicht nur sehr viel für das Image der Technischen Hochschule Deggendorf getan, Sie haben sich auch selber übertroffen. Ich bin stolz auf Sie.

Die 5 Teams entwickelten Ideen, wie man den zukünftigen Fans American Football näher bringt, wie man auf witzige und kreative Art und Weise in Facebook und in Weiterlesen

Am Donnerstag, Kinder, da wird es was geben. Den Abschluss des ersten akademischen DJ-Kurses an der THD.

Nach fast einer Dekade habe ich wieder einen vollkommen neuen Kurs entworfen und aufgesetzt. Ja, ich habe Studierenden beigebracht, wie man auflegt. Was sich auf den ersten Blick nach einem lustigen, mehr oder weniger sinnfreien Kurs anhört, entpuppte sich für die Teilnehmer nach kurzer Zeit als doch recht knifflige Sache. Allerdings mit einer gehörigen Portion Spaß.

Damit das ganze nicht sinnfrei wird, sondern einem akademischen Anspruch genügt, habe vieles in den Kurs gepackt, was in den einschlägigen DJ-Büchern nicht steht: etwas Musiktheorie, Harmonic Mixing, Personenmarketing. Ausserdem bin ich mit dem Ziel angetreten, nicht nur einen strukturierten Ansatz zu finden, mit dem man frustfrei Auflegen lernen kann, sondern um auch den Studierenden klarzumachen, dass man einiges tun muss, um bekannt und berühmt zu werden. Wer aufgepasst und etwas mitgedacht hat, der konnte problemlos aufgrund meiner Beispiele etwas für die eigene Vermarktung im Rahmen eines Vorstellungsgespräches ableiten. Zwei Fliegen also mit einer Klappe geschlagen. Am Donnerstag gibt es die Abschlussfeier mit einem schönen, bunten Mix aus verschiedenen Musikstilen, die Running Order ist:

Running Order für den DJ Kurs an der technischen Hochschule Deggendorf am 14. Dezember 2017

Dieser Kurs war für mich selbst auch eine neue Erfahrung, denn normalerweise verschwinden alle Studierenden immer sofort, wenn man mit dem Pflichtteil der Vorlesung durch ist. Diesmal war alles anders, denn ich musste um 19:00 Uhr fast alle Anwesenden auffordern, jetzt langsam die Übungen einzustellen. By the way : Ich habe schon vollkommen vergessen, was für ein enormer Aufwand hinter den Design einer vollkommen neuen Vorlesung steckt. Aber es hat einen irren Spaß gemacht und es steckt noch etwas Verbesserungspotenzial im Ablauf und in der Struktur des Kurses. Darüber kann ich froh sein, denn dann geht mir in den nächsten Jahren die Arbeit nicht aus. Und somit verabschiede ich mich für heute in den Feierabend, mit dem Motto Work Hard, Play Hard, Party Hard.
Stay tuned.

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THD goes Djing…

AWP-Kurs an der THDWas hat eine technische Hochschule mit Djing gemeinsam? Zu allererst natürlich die Tatsache, dass wir eine der wenigen Hochschulen in ganz Deutschland sind, die elektronische Musikfestivals auf dem Campus stattfinden lassen. Genauso wie letztes Jahr gab es dieses Jahr wieder das Stadt-Land-Fluss-Festival. Dieses Jahr etwas größer, auf 2 Tage verteilt und mit einer zusätzlichen, richtig genialen Location, der Tiefgarage. Darüber hinaus? Ach ja, da war doch noch der Professor, der in seiner Freizeit unerlaubt in das Nachtleben junge Leute einbricht und an verschiedenen Orten auflegt. Noch was? Ja, ab dem Wintersemester gibt es einen ganz besonderen Kurs: Playing, Mixing, Dancing – THD goes DJing.

Mein langjähriger Lehrmeister Charnaux meinte nach der Bekanntgabe ganz süffisant: kaum kann er Auflegen, schon ist er der Meinung, dass er den Rest der Welt die Kunst des Auflegens elektronischer Musik beibringen muss. Tja, dass ist wohl der Marketer in mir. Tue Gutes und erzähle viel darüber. Gleichzeitig möchte ich mit einem kleinen Vorurteil aufräumen, dass Djing nur ein bisschen mit Scratchen zu tun hat und ansonsten aus dumm Grinsen und Mädels anmachen besteht. Hierzu hatte ich ein interessantes Erlebnis am Tag der offenen Tür. Um mein didaktisches Konzept zu testen und um der BWL endlich ein sexy Angebot zu verpassen, habe ich 3 Slots Djing am Nachmittag angeboten.

Im 2. Slot erschien eine Frau in meinem Alter – süffisant grinsend – und sagte, sie wolle sich das mal anschauen. Während sie das sagte, machte sie die typische Weiterlesen

Wie man Frauen in Autohäuser lockt. Unser semesterbegleitendes Praxisprojekt im Sommersemester 2017

Am 29. Juni 2017 um 14:00 Uhr war es wieder so weit, die Abschlusspräsentation meines Schwerpunktes rückte unvermeidlich immer näher. Wir trafen uns im Bistro der AVP-Gruppe in Plattling, dann bekamen wir eine kurze Führung durch das weitläufige Gelände der Unternehmensgruppe. Aber halt, jetzt bin ich schon mittendrin, ich fange nochmal ganz von vorne an. Wie aufmerksame Leser meines Blogs wissen, suche ich mir immer spannende, reale Aufgabenstellungen zusammen mit Unternehmen aus der Region aus, um den Studenten nicht nur die Theorie, sondern auch deren praktische Anwendung beizubringen.

Projekt von Studierenden der technischen Hochschule DeggendorfIn der vorlesungsfreien Zeit traf ich mich mit einem meiner ehemaligen Studenten, Herrn Andreas Jerchel, der inzwischen Marketingleiter der AVP-Gruppe geworden war. Ohne lange zu überlegen, hatte er eine Idee, die auf die Zielgruppe Frauen abzielte. Er wollte ein Event veranstalten, mit dem Frauen nicht nur für das Produkt Auto begeistert werden, sondern auch gleichzeitig einen positiven Eindruck von einem Autohaus bekommen sollten. Es sollte so etwas ähnliches wie ein White Dinner werden. Ein tolles Weiterlesen