Jahresrückblick, Teil 3: Ziel erreicht, neues Fach in Sicht.

screenshot Ableton LiveAls ich vor 4 Jahren im Mai meinen ersten DJ-Auftritt nach über 2 Dekaden hatte, hätte ich mir nicht vorstellen können, was aus diesem Termin alles werden könnte. Auf der einen Seite ist ein DJ-Kurs an der THD entstanden, vor 2 Jahren gab es zusätzlich einen Versuchsballon zum Thema Musikproduktion. Der Kurs lief nicht schlecht, aber ich erkannte relativ schnell, dass 2 SWS viel zu unterdimensioniert sind, um diesen Themenbereich auch nur Einsteigern vernünftig beizubringen. Hinter diesem Kurs steckte natürlich auch ein eigenes, persönliches Ziel: ich wollte selber intensive in die Musikproduktion einsteigen. Damals erkannte ich, dass ich noch weit weg von einem eigenen Track war.

Am 1. Dezember diesen Jahres war es dann endlich soweit, nach insgesamt 3 Jahren Anlauf bekam ich von meinem „Nachhilfelehrer“ Felix Wustrak eine ungemein motivierende Antwort auf meine Frage „jetzt habe ich wieder einen Monat gebastelt, Weiterlesen

Jahresrückblick 2017, Teil 2: Djing als wissenschaftliche Disziplin?

Abschluss des ersten DJ-Kurses an der technischen Hochschule Deggendorf im Café HollerAufmerksame Leser meines Blogs sind sicher im Verlauf der vergangenen 3 Monate über den einen oder anderen Beitrag (siehe Beitrag, Beitrag) zu meinem neuen Fach (Playing, Mixing, Dancing – THD goes DJing) gestolpert. Was sich auf den ersten Rutsch wie eine reine, unwissenschaftliche Spaß-Veranstaltung anhört, entpuppte sich für die meisten Teilnehmer für eine zwar sehr lustige, aber doch technisch anspruchsvolle und damit anstrengende Aufgabe. Warum? Ich hatte ein nettes Erlebnis beim Tag der offenen Tür im Juni diesen Jahres, das dies anschaulich erläutert.

Als Appetizer und Image-Optimierer für unseren – selbstverständlich nur für Außenstehende – langweiligen Fachbereich, bot ich in einem Raum einen kleinen, einstündigen DJ-Kurs an. Zu Beginn eines Slots kam eine Frau in meinem Alter in den Raum, grinste mich an und machte mit der Handfläche die typische Scratching-Bewegung zusammen mit dem belustigend-herablassenden Kommentar: „Hier sehe ich ja sowas in der Richtung“. Nach einem kurzen Adrenalinschub verpackte ich der guten Frau in 3 Minuten mal ganz kurz das Know-how, das jeder DJ beherrschen muss, um beim Publikum nicht durchzufallen. Anschließend bot ich ihr an, wir können doch jetzt etwas üben. Mit einer gewissen Befriedigung bemerkte ich den Schrecken in ihrem Gesicht und ihre anschließenden Worte „jetzt traue ich mich nicht mehr“ waren ein Genuss für mich.

Damit sind die wichtigsten Lehr- und Lerninhalte den Kurs schon abgesteckt: am Ende sollten die Damen und Herren das Beatmatching beherrschen, vernünftige Übergänge Weiterlesen

Ich freue mich auf heute Abend-Straubing ich komme!

Artikel im Straubinger Tagblatt über den Auftritt von Professor Dr. Christian Zich im Café SorgenfreiWie ich bereits kurz vor dem Gig im Schimmerlos geschrieben habe, eroberte ich langsam aber sicher den Rest der Welt. In Regensburg habe ich angefangen und heute Abend baue ich einen Brückenkopf in Straubing. Ja, ja; im letzten halben Jahr habe ich viel zu wenig aufgelegt, da der Fokus wirklich auf meinen Kursen an der FH (mein neuer DJ-Kurs) und vor allem auf meinem riesengroßen Zeitfresser, meinem letzten Buch, lag. Deswegen freue ich mich heute umso mehr, mal wieder außerhalb Deggendorf aufzulegen und zwar im Sorgenfrei. Ich erzähle gar nicht viel darüber, sondern verweise einfach auf den Artikel heute im Straubinger Tagblatt. Vielen lieben Dank an Herrn Scharrer für diesen Artikel, mit dem ich Anfang der Woche ein wirklich kurzweiliges und nettes Interview geführt habe.

Heute wird es ausnahmsweise kein Techno-Set geben, ich werde wahrscheinlich eine Kombination aus Tech-House und House (etwas funky, mit Reminiszenzen an die alte Discozeit) spielen Liebe Straubinger, ich freue mich auf euch und werde natürlich wie immer mein Bestes geben.

Stay tuned.
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Am Donnerstag, Kinder, da wird es was geben. Den Abschluss des ersten akademischen DJ-Kurses an der THD.

Nach fast einer Dekade habe ich wieder einen vollkommen neuen Kurs entworfen und aufgesetzt. Ja, ich habe Studierenden beigebracht, wie man auflegt. Was sich auf den ersten Blick nach einem lustigen, mehr oder weniger sinnfreien Kurs anhört, entpuppte sich für die Teilnehmer nach kurzer Zeit als doch recht knifflige Sache. Allerdings mit einer gehörigen Portion Spaß.

Damit das ganze nicht sinnfrei wird, sondern einem akademischen Anspruch genügt, habe vieles in den Kurs gepackt, was in den einschlägigen DJ-Büchern nicht steht: etwas Musiktheorie, Harmonic Mixing, Personenmarketing. Ausserdem bin ich mit dem Ziel angetreten, nicht nur einen strukturierten Ansatz zu finden, mit dem man frustfrei Auflegen lernen kann, sondern um auch den Studierenden klarzumachen, dass man einiges tun muss, um bekannt und berühmt zu werden. Wer aufgepasst und etwas mitgedacht hat, der konnte problemlos aufgrund meiner Beispiele etwas für die eigene Vermarktung im Rahmen eines Vorstellungsgespräches ableiten. Zwei Fliegen also mit einer Klappe geschlagen. Am Donnerstag gibt es die Abschlussfeier mit einem schönen, bunten Mix aus verschiedenen Musikstilen, die Running Order ist:

Running Order für den DJ Kurs an der technischen Hochschule Deggendorf am 14. Dezember 2017

Dieser Kurs war für mich selbst auch eine neue Erfahrung, denn normalerweise verschwinden alle Studierenden immer sofort, wenn man mit dem Pflichtteil der Vorlesung durch ist. Diesmal war alles anders, denn ich musste um 19:00 Uhr fast alle Anwesenden auffordern, jetzt langsam die Übungen einzustellen. By the way : Ich habe schon vollkommen vergessen, was für ein enormer Aufwand hinter den Design einer vollkommen neuen Vorlesung steckt. Aber es hat einen irren Spaß gemacht und es steckt noch etwas Verbesserungspotenzial im Ablauf und in der Struktur des Kurses. Darüber kann ich froh sein, denn dann geht mir in den nächsten Jahren die Arbeit nicht aus. Und somit verabschiede ich mich für heute in den Feierabend, mit dem Motto Work Hard, Play Hard, Party Hard.
Stay tuned.

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Vom Controller zu den CDJs – ein Vergleich zweier Produktwelten oder wer hört mehr auf den Kunden? Pioneer oder Native Instruments.

AWP-Kurs an der THDUm eines gleich vorweg zu nehmen, ich vermisse den Controller nicht. Ich habe ihm nicht mal eine Träne hinterher geweint. Warum? Ich hatte keine Lust mehr mit meinem riesengroßen Rucksack, dem Kopfhörer, vielen Kabeln, dem Computer, dem Laptop-Stand, etc. in der Gegend herumzulaufen. Jetzt nehme ich meine 3 USB Sticks und den Kopfhörer mit. Das wars. Da in allen Clubs, in denen ich in der letzten Zeit gespielt habe, das gleiche Equipment vorhanden ist (2000er CDJs und ein 900er Mischpult), ist das eine sehr bequeme Sache.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Technologiewechsels war die Abschaffung des mitleidigen Lächelns seitens der anderen DJs. Letztes Jahr um diese Zeit, als ich geistig mich immer mehr mit dem Wechsel beschäftigte, hieß es immer noch (ausgesprochen oder implizit kommuniziert): „ja der Herr Professor mit seinem Controller …“. Mensch, ist mir das auf die Nerven gegangen. Jetzt im Nachhinein kann Weiterlesen

THD goes Djing…

AWP-Kurs an der THDWas hat eine technische Hochschule mit Djing gemeinsam? Zu allererst natürlich die Tatsache, dass wir eine der wenigen Hochschulen in ganz Deutschland sind, die elektronische Musikfestivals auf dem Campus stattfinden lassen. Genauso wie letztes Jahr gab es dieses Jahr wieder das Stadt-Land-Fluss-Festival. Dieses Jahr etwas größer, auf 2 Tage verteilt und mit einer zusätzlichen, richtig genialen Location, der Tiefgarage. Darüber hinaus? Ach ja, da war doch noch der Professor, der in seiner Freizeit unerlaubt in das Nachtleben junge Leute einbricht und an verschiedenen Orten auflegt. Noch was? Ja, ab dem Wintersemester gibt es einen ganz besonderen Kurs: Playing, Mixing, Dancing – THD goes DJing.

Mein langjähriger Lehrmeister Charnaux meinte nach der Bekanntgabe ganz süffisant: kaum kann er Auflegen, schon ist er der Meinung, dass er den Rest der Welt die Kunst des Auflegens elektronischer Musik beibringen muss. Tja, dass ist wohl der Marketer in mir. Tue Gutes und erzähle viel darüber. Gleichzeitig möchte ich mit einem kleinen Vorurteil aufräumen, dass Djing nur ein bisschen mit Scratchen zu tun hat und ansonsten aus dumm Grinsen und Mädels anmachen besteht. Hierzu hatte ich ein interessantes Erlebnis am Tag der offenen Tür. Um mein didaktisches Konzept zu testen und um der BWL endlich ein sexy Angebot zu verpassen, habe ich 3 Slots Djing am Nachmittag angeboten.

Im 2. Slot erschien eine Frau in meinem Alter – süffisant grinsend – und sagte, sie wolle sich das mal anschauen. Während sie das sagte, machte sie die typische Weiterlesen

Irgendwann muss es ja mal wieder losgehen…

Djing im SchimmerlosSo, seit gut 2 Wochen leide ich unter einer Krankheit, die jeden Schreiberling irgendwann erwischt, die Schreibblockade. Ich habe mir zwar vor 3 Wochen eine Liste gemacht, über was ich alles gerne schreiben würde. Dann habe ich mir ein aktuelles Thema herausgesucht und seither versuche ich mehr oder weniger den Einstieg auszubrüten. Hat nicht geklappt, obwohl der kommende DJing-Kurs im Wintersemester schon ein ungemein sexy Thema gewesen wäre.

Inzwischen habe ich aber festgestellt, dass ich dafür gar keine Werbung machen brauche, denn er kommt zu Stande. 15 haben sich schon angemeldet und die Nachmeldefrist ist noch lange nicht um. 20 Teilnehmer sind sowieso die Höchstgrenze, ansonsten bekomme ich Probleme mit dem Equipment.

Zusätzlich habe ich bis gestern Abend noch Noten von meinen Lehrbeauftragten eingesammelt, selbst korrigiert und vieles von dem erledigt, was während des Semesters liegen blieb. Was lernen wir daraus? Warten ist manchmal doch gar nicht schlecht und vieles erledigt sich von selbst.

Was nun? Nachdem ich heute Nachmittag schneller als geplant mit einer Präsentation fertig geworden bin, habe ich jetzt endlich Zeit, den Faden wieder aufzugreifen, den ich vor vielen Wochen verloren habe. Deswegen knüpfe ich da an einen meiner größten persönlichen Erfolge der letzten 3 Monate an, mein erster Ausflug in die große weite Weiterlesen

Heute Kinder, wird’s was geben…

Was passiert, wenn man einen Stein in einen ruhigen See wirft? Ja, es gibt Wellen. Eine Welle fällt auf, stilles Wasser nicht. So einfach ist Werbung. In der Werbung gilt daher ein ganz einfaches Prinzip: je mehr Wellen, desto besser. Eine solche Welle habe ich gestern auf kult.de gefunden. Dickes Dankeschön an Stina Walterbach für den Artikel.
Schimmerlos, Regensburg, Techno-Event mit Prof. Dr. Christian Zich.

Hier ist der Rest vom Artikel: http://www.kult.de/neu-in-regensburg/elektrovorlesung-im-schimmerlos/150/11/1520392/ Stay tuned.

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Die grosse weite Welt ruft – wir fangen mal mit Regensburg an.

Gig im Schimmerlos in Regensburg

Am Freitag (05.05.2017) war ich richtig glücklich als ich eine Mail mit einem kurzen Text („Schau mal…“) und einem Facebook-Link von Markus (du bist ein Schatz) bekommen habe. Den Link angeklickt und …. Ja, sie war online. Der nächste Gig findet in Regensburg statt und zwar nicht irgendwo, sondern im Schimmerlos. Danke Ben, Danke Markus dafür.

Da musste ich wirklich einmal kurz durchschnaufen, denn es ist schon etwas anderes, ob man sich die Sache überlegt und darüber nachdenkt oder ob man sich mal richtig aus dem Fenster lehnt. Ich lehne mich mal aus dem Fenster. Ich trau mich und ich freue mich. Auf das Publikum, auf den Gig, auf die Musik.

Dieser Gig ist das Ergebnis von drei Jahren üben, üben und nochmal üben bis ich endlich soweit war, dass ich anständige Livesets zustande gebracht habe, bei denen die Übergänge passten. Ein paar Beispiele:

Das Hinkofer-Set: https://www.mixcloud.com/christianzich/hinkofer-live-set/
Bye Bye C2: https://www.mixcloud.com/christianzich/bye-bye-c2-4-days-7-djs-my-tribute-to-say-good-by-to-a-era/
Diverse Obstsalate: https://www.mixcloud.com/christianzich/obstsalat-2-semester-opening-october-2016/ und https://www.mixcloud.com/christianzich/obstsalat-fruit-salat-techno-live-set/

Gleichzeitig ist er auch das Ergebnis einer spannenden Reise durch die verschiedenen Spielarten der elektronischen Musik, die 1979 mit dem Album Reproduction von Human League begann und jetzt mit House und Deep House endete. Ich möchte mich auch Stefan Charnaux Birne danken, denn ohne seine Hartnäckigkeit wäre ich nicht wieder Hobby-DJ geworden. Er hat mir wieder die Auflegerei mit modernem Equipment beigebracht und macht mich immer wieder freundschaftlich auf die 1/32 aufmerksam (Insindergag). Ich werde wieder mein bestes geben. Stay tuned.

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Stadt Land Fluss 2017 wann geht es endlich los (mit der Werbung)?

TH Deg, Technische Hochschule DeggendorfDer Beitrag letzte Woche war bewusst kurz gehalten und in gewisser Weise als Hilfeschrei zu verstehen. Warum Hilfeschrei? Weil schlicht und einfach die Sichtbarkeit des Festivals fehlt und es wäre richtig schade, wenn mangels Besucher der Erfolg nicht wiederholt werden könnte. Bis jetzt findet sich kein einziges Plakat auf dem Campus, kein einziges Bauzaun-Banner im Landkreis, nicht mal das komplette Line-Up ist auf der Facebook-Seite publiziert worden. Nur zum Vergleich, letztes Jahr war der letzte Headliner am 1. März bekannt (siehe Bild), dieses Jahr – fast einen Monat später – sind noch immer nicht alle für 2017 bekannt. Warum sollten Weiterlesen